Das Wohnen in der Nähe eines Kernkraftwerks wird mit einer höheren Zahl von Krebstoten in Verbindung gebracht

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US-Studie: Je näher ein Landkreis an einem Kernkraftwerk liegt, desto höher ist die Krebssterblichkeitsrate
Pixabay/CC0 Public Domain
22:00, 23.02.2026

Eine Analyse der Jahre 2000-2018 ergab einen Zusammenhang zwischen der Nähe zu Kernkraftwerken und Krebstodesfällen



Forscher der Harvard School of Public Health analysierten Daten für alle US-Bezirke und alle in Betrieb befindlichen Kernkraftwerke und fanden einen Zusammenhang: Die Zahl der Krebstoten ist dort höher, wo die Anlage näher am Kraftwerk liegt. Die Arbeit ist in Nature Communications veröffentlicht.

Die Autoren betonen einen wichtigen Punkt: Dies ist kein Beweis für eine Kausalität. Die Studie zeigt einen statistischen Zusammenhang und legt nahe, dass das Thema weiter untersucht werden muss - mit genaueren Messungen möglicher Expositionspfade und unter Berücksichtigung der "Verzögerung" zwischen Exposition und Krankheitsentwicklung.

Wie die "Nähe zu einem Kernkraftwerk" gezählt wurde

Die Forscher verwendeten nicht nur "innerhalb von X Kilometern", sondern ein kontinuierliches Maß für die Nähe: Sie berücksichtigten den Beitrag aller Kernkraftwerke in einem Umkreis von bis zu 200 Kilometern, wobei das Gewicht umso größer ist, je näher das Kraftwerk liegt (eine Metrik, die auf der umgekehrten Entfernung basiert). Die Daten zum Standort und zu den Betriebszeiten der KKW wurden aus US-Energiestatistiken entnommen, die Daten zur Krebssterblichkeit aus nationalen Statistiken.

Was wurde berücksichtigt, um eine Vermischung mit anderen Faktoren zu vermeiden?

Die Modelle wurden um mögliche Störfaktoren bereinigt: sozioökonomische Indikatoren, demografische Daten, Verhaltensrisiken, Klimaparameter und Zugang zu medizinischer Versorgung (z. B. die Nähe zu einem Krankenhaus). Der Zusammenhang zwischen der Nähe zu einem Kernkraftwerk und der Krebssterblichkeit wurde dann beibehalten.

Wer hatte eine stärkere Assoziation

Der Effekt war in den älteren Gruppen stärker, wobei in dem Artikel die Spitzenwerte nach Alter getrennt aufgeführt werden (z.B. Männer 65-74 und Frauen 55-64 in ihren Analysen).

Was dies für die Praxis bedeutet

Die Autoren ziehen eine vorsichtige Schlussfolgerung: Die Ergebnisse beweisen nicht, dass KKW direkt Krebs verursachen, aber sie weisen auf ein potenziell wichtiges Risiko hin, das möglicherweise unterschätzt wird - und das es wert ist, mit "direkteren" Methoden getestet zu werden, einschließlich der Messung und Klärung spezifischer Krebsarten.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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