Die NASA hat ein Teleskop ins All geschickt, das etwa 100.000 neue Planeten entdecken soll

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Die NASA hat das Roman-Teleskop gestartet, um Tausende neuer Welten zu entdecken
Die SpaceX-Rakete „Falcon Heavy“ mit dem NASA-Weltraumteleskop „Nancy Grace Roman“ an Bord fliegt während des Starts vom Startkomplex 39A im Kennedy Space Center in Florida am 30. August 2026 vor dem Hintergrund der Sonne vorbei. Quelle: NASA.
20:00, 31.08.2026

Die NASA hat eines ihrer wichtigsten neuen Observatorien – das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop – ins All geschickt. Das Teleskop startete am 30. August an Bord einer SpaceX-Falcon-Heavy-Rakete und ist nun auf dem Weg zum zweiten Lagrange-Punkt, der sich in einer Entfernung von etwa 1,6 Millionen Kilometern von der Erde befindet.



„Roman“ soll Dunkle Materie und Dunkle Energie erforschen, umfangreiche Übersichtsaufnahmen des Universums erstellen und möglicherweise rund 100.000 neue Exoplaneten entdecken. Sein größter Vorteil ist nicht ein größerer Spiegel, sondern die Fähigkeit, riesige Bereiche des Himmels sehr schnell zu überblicken.

Details

Der Hauptspiegel von Roman hat einen Durchmesser von 2,4 Metern – genau wie der des Hubble-Teleskops. Doch die Weitwinkel-Infrarotkamera erfasst mit einer einzigen Aufnahme einen mehr als 100-mal größeren Bereich des Himmels.

Nach Schätzungen der NASA wird Roman bestimmte Durchmusterungen etwa 1.000-mal schneller durchführen können als das Hubble-Teleskop.

Genau dies ermöglicht es, nach seltenen Objekten nicht einzeln, sondern inmitten riesiger Ansammlungen von Sternen und Galaxien zu suchen.

Besonders große Erwartungen werden in Bezug auf Exoplaneten gehegt. Die NASA rechnet damit, dass Roman mithilfe der Transitmethode etwa 100.000 Planeten entdecken kann, indem es den leichten Helligkeitsabfall eines Sterns erfasst, wenn ein Planet vor ihm vorbeizieht. Weitere rund tausend Welten könnten mithilfe der Gravitationsmikrolinseneffekte entdeckt werden.

Dies ist eine Prognose und keine garantierte Zahl zukünftiger Entdeckungen.

An Bord befindet sich zudem ein experimenteller Koronagraph, der das helle Licht des Sterns abschirmt und es ermöglicht, weitaus schwächere Objekte in seiner Nähe zu erkennen. Seine Aufgabe besteht in erster Linie darin, Technologien zur direkten Beobachtung großer Planeten zu erproben, und nicht darin, eine zweite Erde zu suchen.

„Roman“ wird etwa drei Monate für den Flug und die Inbetriebnahme der Systeme benötigen. Die ersten Bilder werden für Anfang 2027 erwartet.

Warum dies wichtig ist

Hubble und James Webb eignen sich hervorragend für die detaillierte Untersuchung einzelner Objekte, doch ihr Sichtfeld ist vergleichsweise klein. Roman wurde als groß angelegtes Durchmusterungsinstrument konzipiert.

Im Rahmen seiner fünfjährigen Hauptmission soll er Milliarden von Galaxien und Hunderte Millionen Sterne beobachten. Solche Stichproben werden Wissenschaftlern helfen, die Verteilung der dunklen Materie zu untersuchen und zu ermitteln, wie sich die Expansionsgeschwindigkeit des Universums unter dem Einfluss der dunklen Energie verändert hat.

Auch für die Erforschung von Planeten ist Roman gerade wegen seines Umfangs von Bedeutung. Anstelle einiger weniger ungewöhnlicher Systeme erhalten die Astronomen statistische Daten zu einer enormen Anzahl von Welten in verschiedenen Teilen der Milchstraße – von erdgroßen Planeten bis hin zu Gasriesen.

Interessant ist auch die Geschichte des Teleskops selbst: Sein Spiegel stammt aus Ausrüstung, die der NASA von der US-amerikanischen National Military Space Intelligence Agency übergeben wurde. Später wurde die Optik für die wissenschaftliche Mission grundlegend umgebaut.

Quelle

Mission: Nancy Grace Roman Space Telescope.

Start: 30. August 2026, SpaceX Falcon Heavy-Rakete, Kennedy Space Center.

Mykola Potyka

Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.

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