Warum manche Menschen sich nicht von TikTok losreißen können - von Wissenschaftlern erklärt
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Forscher aus China haben herausgefunden, dass Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zu erkennen und auszudrücken, eher süchtig nach kurzen Videos wie TikTok werden. Die Studie hat gezeigt, dass solche Nutzer ihre Aufmerksamkeit weniger gut kontrollieren können und sich eher in den Inhalten "verfangen". Das ist wichtig, denn diese Gewohnheit kann sich auf die Psyche und das tägliche Leben auswirken.
Die Forscher untersuchten die so genannte "Kurzvideosucht", ein Zustand, bei dem eine Person die Kontrolle über ihr Sehverhalten verliert und mehr Zeit auf Apps verbringt als beabsichtigt.
Details
Es stellte sich heraus, dass der emotionale Zustand eine Schlüsselrolle spielt. Menschen, denen es schwer fällt, ihre Gefühle zu verstehen oder darüber zu sprechen, nutzen kurze Videos eher, um sich abzulenken oder ihren Sorgen zu entkommen.
Darüber hinaus wirkt sich auch eine schlechte Aufmerksamkeitskontrolle auf das Risiko aus. Wenn eine Person Schwierigkeiten hat, sich zu konzentrieren und umzuschalten, wird sie leichter in einen endlosen Feed von Videos hineingezogen.
Die Studie ergab auch, dass Beziehungsängste - wie die Angst vor Zurückweisung - diese Sucht durch die gleichen Mechanismen verstärken können: Emotionen und Aufmerksamkeit.
Die Autoren betonen jedoch, dass es sich hierbei um einen statistischen Zusammenhang und nicht um eine direkte Ursache handelt. Außerdem beruhen die Daten auf der Selbsteinschätzung der Teilnehmer, was die Genauigkeit der Ergebnisse beeinträchtigen kann.
Warum das wichtig ist
Die Forscher weisen darauf hin, dass das Risiko durch einfache Maßnahmen verringert werden kann:
- begrenzung der Zeit auf Apps mit kurzen Videos
- zeiträume ohne Telefon verbringen
- üben Sie sich in Konzentration (z. B. durch Achtsamkeit oder Arbeiten ohne Ablenkungen)
- lernen Sie, Ihre Emotionen besser zu verstehen
Den Autoren zufolge kann die Entwicklung von Aufmerksamkeit und emotionalem Bewusstsein effektiver sein als ein einfaches Verbot sozialer Medien.
Hintergrundartikel
Kurzvideos sind nach wie vor eines der am schnellsten wachsenden Inhaltsformate und werden zunehmend wegen ihrer Auswirkungen auf das Nutzerverhalten gefürchtet, insbesondere bei jungen Menschen.
Quelle
Die Arbeit wurde in der Zeitschrift Frontiers in Psychology veröffentlicht. An der Studie nahmen 342 Studenten im Alter zwischen 18 und 22 Jahren teil.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













