Wissenschaftler haben entdeckt, dass es Affen gibt, die wie Menschen Laute zu sinnvollen "Sätzen" formen können
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Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Science veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass Bonobos - unsere nächsten Verwandten neben den Schimpansen - etwas Ähnliches wie die menschliche Sprache verwenden.
Sie sind in der Lage, Laute in Kombinationen zu verbinden, und diese Kombinationen tragen eine neue Bedeutung - wie Wörter in Sätzen, so ein Artikel in The Conversation.
Viele Jahre lang glaubten Wissenschaftler, dass nur Menschen diese Fähigkeit besitzen. Doch bei Feldforschungen im Reservat Kokolopori (Demokratische Republik Kongo) fanden Forscher den Beweis für das Gegenteil.
Wie sie die "Sprache" der Bonobos entschlüsselten
Zunächst beschrieben die Wissenschaftler jede Situation, in der ein bestimmtes Geräusch ertönte: ob es andere Affen gibt, Nahrung, Gefahr, was tat der Bonobo selbst nach dem Geräusch. Auf diese Weise konnten sie verstehen, was einzelne Rufe wie "Ich habe Angst", "Ich gehe jetzt" oder "Ich sehe ein Raubtier" bedeuten.
Die Forscher begannen dann zu untersuchen, wie Bonobos Laute kombinieren. Sie stellten fest, dass einige Kombinationen nicht nur die Summe der Bedeutungen von zwei separaten Lauten enthalten, sondern sich gegenseitig modifizieren - wie in menschlichen Redewendungen. Zum Beispiel bezieht sich das Wort "schlecht" in dem Ausdruck "schlechter Tänzer" speziell auf das Tanzen und nicht auf Menschen im Allgemeinen.
Klangliche "Grammatik" bei Affen
Um zu beweisen, dass Bonobos Kompositionalität nutzen (d.h. aus Lautkombinationen neue Bedeutungen schaffen), entwickelten Wissenschaftler einen "semantischen Raum" - ein System, das zeigt, wie die Bedeutungen von Lauten und ihren Kombinationen zusammenhängen.
Es stellt sich heraus, dass:
fast jeder Klang kann in verschiedenen Kombinationen vorkommen, wie Wörter in menschlichen Sätzen;
die Bedeutung einer Kombination oft anders ist als die einfache Addition von Bedeutungen;
einige Kombinationen haben eine komplexe Grammatik.
Das bedeutet, dass Bonobos nicht nur eine Ansammlung zufälliger Laute haben, sondern ein ausgeklügeltes System der Kommunikation.
Was dies für die Wissenschaft bedeutet
Die Entdeckung deutet darauf hin, dass die Vorfahren der Menschen, die vor 6-7 Millionen Jahren lebten, ebenfalls über die Grundlagen einer solchen "Sprach"-Fähigkeit verfügen könnten. Das bedeutet, dass die Grundlage für Sprache lange vor dem Homo sapiens entstanden ist.
Die Studie bietet auch eine neue Möglichkeit, die Kommunikation von Tieren zu entschlüsseln. Vielleicht haben andere Arten mehr Bedeutung in ihren Lauten, als wir dachten.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.













