150 Minuten pro Woche oder weniger: Welche Art von Bewegung ist mit einem besseren Überleben nach Krebs verbunden?
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Wissenschaftler haben einen Zusammenhang zwischen Bewegung und Langlebigkeit gefunden
Mäßige körperliche Aktivität gilt schon lange als gut für das Herz und die allgemeine Gesundheit. Jetzt haben Wissenschaftler zunehmend Beweise dafür, dass Bewegung auch mit den Überlebenschancen von Menschen zusammenhängt, die bereits an Krebs erkrankt sind.
In einer neuen Studie , die in JAMA Network Open veröffentlicht wurde, berichten die Autoren: Ein höheres Maß an körperlicher Aktivität nach einer Krebsdiagnose korreliert mit einem geringeren Risiko, an der Krankheit zu sterben - auch bei Patienten mit Blasen-, Endometrium-, Lungen- und Eierstockkrebs.
Was genau wurde untersucht
Ein internationales Forscherteam fasste Daten aus sechs großen Langzeit-Kohortenstudien zusammen. Die endgültige Stichprobe umfasste 17.141 Überlebende einer von sieben Krebsarten: Blasen-, Gebärmutter-, Nieren-, Lungen-, Mund-, Eierstock- und Enddarmkrebs.
Die Teilnehmer berichteten über ihre körperliche Aktivität in ihrer Freizeit:
- vor der Diagnose,
- und etwa 2,8 Jahre danach.
Die Forscher verfolgten sie dann durchschnittlich 11 Jahre lang und bewerteten, wie die Veränderungen der Aktivität mit dem Sterberisiko korrelierten. Um den Beitrag der Bewegung von anderen Faktoren zu trennen, wurden die Analysen um wichtige Variablen - wie Alter, Geschlecht, Rauchen und Krankheitsstadium - bereinigt.
Wichtigste Ergebnisse
Die Autoren berichten über einen ausgeprägten Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und geringerer Sterblichkeit in einer Reihe von Lokalisationen. In der Übersetzung der Ergebnisse werden diese Schätzungen des geringeren Sterberisikos häufig zitiert:
- für Mundkrebs, bis zu 61%,
- für Lungenkrebs, etwa 44%,
- für Gebärmutterhalskrebs, etwa 38%,
- für Blasenkrebs, etwa 33%.
Unabhängig davon wird eine praktische Schlussfolgerung hervorgehoben: Es ist "nicht zu spät", mit Bewegung zu beginnen. Menschen, die vor der Diagnose sesshaft waren, dann aber begannen, regelmäßig Sport zu treiben, zeigten ebenfalls eine deutliche Verringerung ihres Sterberisikos - insbesondere für Lungen- und Darmkrebs.
Ein weiteres wichtiges Detail: Die Vorteile zeigten sich nicht nur bei denjenigen, die die "klassischen" Empfehlungen (wie 150 Minuten Bewegung pro Woche) erfüllten. Bei einigen Krebsarten war sogar eine Anstrengung, die unter diesem Wert lag, besser als gar keine Bewegung.
"Mehr ist nicht immer besser, aber manchmal hilft es."
Die Forscher beschreiben auch eine dosisabhängige Beziehung: Bei bestimmten Diagnosen war mehr Aktivität (über den Standardempfehlungen) mit einer zusätzlichen Risikominderung verbunden. Die Kernaussage bleibt jedoch einfach: Jede Steigerung der Bewegung kann einen Unterschied machen, vor allem, wenn man anfangs wenig aktiv war.
Warum dies für Kliniker und Patienten wichtig ist
In einem begleitenden eingeladenen Kommentar, der ebenfalls in JAMA Network Open veröffentlicht wurde, wird die Notwendigkeit betont, körperliche Aktivität "über das gesamte Spektrum der Krebserkrankung hinweg" offensiver zu fördern - allerdings unter Berücksichtigung der individuellen Einschränkungen, Symptome, des Behandlungsstadiums und der Unterschiede zwischen den Patientengruppen.
Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass es sich um Beobachtungsdaten handelt (auch wenn diese sehr umfangreich sind) und dass die körperliche Aktivität anhand von Selbstauskünften bewertet wurde, so dass diese Ergebnisse eher eine Assoziation beschreiben als einen kausalen Effekt beweisen. In der Praxis ist es am sichersten, einen Bewegungsplan mit dem Behandlungsteam zu besprechen - vor allem, wenn es Komplikationen der Therapie, schwere Schwäche, Anämie, Schmerzen oder Atemprobleme gibt.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.











