Abnehmen kann das Fettgewebe "rebooten" und es in einen gesünderen Zustand versetzen
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Eine Gewichtsabnahme kann nicht nur das Risiko von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern, sondern auch das Fettgewebe selbst deutlich "heilen" - bis zu einem Zustand, der dem von nicht fettleibigen Menschen nahe kommt.
Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Universität von Süddänemark, die verfolgten, wie sich die subkutanen Fettzellen in verschiedenen Stadien der Gewichtsabnahme verändern. Die Arbeit wurde in Nature Metabolism veröffentlicht.
Das Team analysierte Proben des subkutanen Fettgewebes von stark fettleibigen Menschen zu drei Zeitpunkten: vor dem geplanten Magenbypass, nach einem moderaten Gewichtsverlust von 5-10% (aufgrund einer Diät) und zwei Jahre nach der Operation, als die Teilnehmer etwa 20-45% ihres Gewichts verloren hatten.
Am "weitesten" Punkt - zwei Jahre nach der Operation - sahen die Wissenschaftler die ausgeprägtesten Veränderungen.
Die Zahl der Immunzellen, die chronische Entzündungen fördern und die Insulinempfindlichkeit verschlechtern, nahm im Fettgewebe stark ab. Parallel dazu stieg der Anteil der Zellen, die mit den Blutgefäßen verbunden sind - was bedeuten könnte, dass das Gewebe besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Außerdem "normalisierte" sich die Aktivität der Gene in den verschiedenen Zelltypen im Allgemeinen und näherte sich dem Profil an, das für Menschen mit schlanker Statur charakteristisch ist.
Gleichzeitig stellten die Forscher in der Phase des moderaten Gewichtsverlusts (5-10%) keinen deutlichen Rückgang der Entzündungen im Fettgewebe fest - obwohl in der klinischen Praxis selbst ein solches "Minus" oft schon die allgemeine Insulinempfindlichkeit verbessert.
Eine mögliche Erklärung, die von den Autoren angeboten wird, ist, dass die frühen metabolischen Verbesserungen nicht auf eine Verringerung der Entzündung, sondern auf den Umbau des Fettgewebes zurückzuführen sein könnten - zum Beispiel auf das Wachstum bestimmter Fettzellvorläufer und die Stärkung von Programmen, die zur Bildung neuer, gesünderer Fettzellen beitragen.
Das wichtigste Ergebnis der Arbeit ist, dass sich das Fettgewebe nach einer deutlichen Gewichtsabnahme deutlich erholen kann und dass das "Gedächtnis" der Fettleibigkeit, zumindest bei einer Reihe von zellulären und genetischen Merkmalen, weniger hartnäckig sein könnte als bisher angenommen.
Die Forscher betonen, dass dies dazu beiträgt, besser zu verstehen, warum eine Gewichtsabnahme langfristige Vorteile für den Stoffwechsel mit sich bringt - und wo genau in den Geweben diese Vorteile "eingeschlossen" sind.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.












