Akupunktur reduziert die Häufigkeit von Migräneanfällen

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Akupunktur reduzierte die Häufigkeit von Migräne ohne Aura, und funktionelle MRT half bei der Vorhersage der Wirkung

Akupunktur kann den Verlauf von Migräne ohne Aura, der häufigsten Form von Migräne, bei der ein Anfall ohne "warnende" visuelle oder andere Symptome beginnt, deutlich erleichtern. Dies ist das Ergebnis einer randomisierten klinischen Studie , die in JAMA Network Open veröffentlicht wurde.

Die Studie wurde zwischen 2021 und 2023 in China durchgeführt und umfasste 120 Erwachsene mit Migräne ohne Aura. Die Freiwilligen wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe erhielt echte Akupunktur(Einstechen von Nadeln in bestimmte Punkte), die andere - Scheinakupunktur, d.h. ein kontrolliertes "Nachahmungsverfahren", das den therapeutischen Effekt minimieren und als Vergleich dienen sollte. Die Teilnehmer erhielten insgesamt 12 Sitzungen über vier Wochen.

Die Ergebnisse zeigten, dass bei den Patienten in der Gruppe mit echter Akupunktur die Anzahl der Tage mit Migräne pro Monat im Vergleich zur Gruppe mit der Scheinbehandlung abnahm. Darüber hinaus berichteten die Teilnehmer über eine Verringerung der Schmerzintensität, einen geringeren Bedarf an Medikamenten zur Bewältigung der Attacken und eine verbesserte Funktionsfähigkeit im Alltag - die Kopfschmerzen brachten sie seltener aus ihrem gewohnten Rhythmus.

Ein separater Teil der Arbeit war der Frage gewidmet, warum die Methode einigen Patienten mehr hilft als anderen. Vor dem Kurs unterzogen sich alle Teilnehmer einer funktionellen MRT im Ruhezustand (resting-state fMRI), um zu beurteilen, wie verschiedene Bereiche des Gehirns miteinander interagieren. Anschließend wendeten die Forscher die konnektorbasierte prädiktive Modellierung (CPM) an, einen Ansatz des maschinellen Lernens, der nach Mustern in der "Konnektivitätskarte" des Gehirns sucht und diese den klinischen Auswirkungen zuordnet.

Die Analyse hob zwei Konnektivitätsmuster hervor, die mit einer besseren Reaktion verbunden waren. Insbesondere wurde eine stärkere Schmerzlinderung bei Personen mit schwächeren Verbindungen zwischen Netzwerken, die mit der Selbstreflexion und den Bereichen der Koordination zusammenhängen, festgestellt. Und die Verbesserung der täglichen körperlichen Aktivität war bei Patienten mit stärkeren Verbindungen zwischen Koordinations- und motorischen Zentren ausgeprägter. Nach Ansicht der Autoren bringt dies die klinische Praxis einer personalisierten Therapieauswahl näher: Langfristig könnte die Neurobildgebung helfen, die Wahrscheinlichkeit eines Nutzens der Akupunktur bei einem bestimmten Patienten im Voraus zu beurteilen.