Angriff auf den Dnjepr: Rekonstruktion des Angriffs durch die Rubezh-Rakete
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Der heutige Angriff auf den Dnjepr war das erste Mal, dass eine ballistische Interkontinentalrakete im Kampf eingesetzt wurde, was für große Resonanz und Besorgnis gesorgt hat.
Analysten des Portals Defence Express zufolge kann dieser Angriff als Demonstration der nuklearen Schlagkraft mit simulierten Sprengköpfen, die mit einer individuellen Steuerung ausgestattet sind, betrachtet werden.
Die Rakete wurde vom Testgelände Kapustin Yar in der Region Astrachan abgefeuert, wo zuvor der Einsatz des fortschrittlichen Systems RS-26 Rubezh verzeichnet wurde. Obwohl der Raketentyp nicht offiziell bestätigt wurde, glauben Experten, dass es sich um dieses Modell oder sein Analogon, die Yars, gehandelt haben könnte. Beide Raketentypen sind sich in ihren technischen Eigenschaften sehr ähnlich, da die Rubezh Elemente der Yars-Konstruktion verwendet. Die Reichweite der Rakete lag bei etwa 800 Kilometern und damit deutlich unter ihrer eigentlichen Reichweite, was auf die Verwendung einer verkürzten Flugbahn hindeutet.
Die Rakete wurde von einem mobilen Bodenkomplex aus gestartet. In der Endphase des Fluges wurde der Gefechtskopf in mehrere Blöcke zerlegt, von denen jeder über ein eigenes Lenksystem verfügte. Dieser Vorgang wurde von der Freisetzung von Täuschkörpern begleitet, die die Luftabwehrsysteme ablenken sollten. Obwohl die Gefechtsköpfe nicht gepanzert waren, stellte ihre enorme kinetische Energie aufgrund ihres Entweichens in den erdnahen Raum eine ernsthafte Bedrohung dar, wenn sie fielen.
Defence Express stellt fest, dass dieser Vorfall neue Taktiken und Fähigkeiten der russischen strategischen Waffen demonstriert. Der Start einer solchen Rakete hat nicht nur den Charakter einer militärischen Eskalation, sondern auch den eines psychologischen Drucks. Ein solcher Schritt kann als Vorbereitung eines nuklearen Angriffsszenarios betrachtet werden, das eine ernsthafte Reaktion der internationalen Gemeinschaft erfordert.
Der Einsatz einer ballistischen Interkontinentalrakete, um das Territorium der Ukraine zu treffen, war eine weitere Manifestation der Eskalation seitens Russlands. Dieser Schritt unterstreicht den fehlenden Willen zu Friedensgesprächen und droht, die Situation in der Region weiter zu verschärfen, so EU-Sprecher Peter Stano.
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