Angst vor der Geburt: Warum es wichtig ist, eine positive Einstellung zu bewahren

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Wie man sich angstfrei auf die Geburt vorbereitet: Tipps von Wissenschaftlern
23:00, 07.08.2025

Angst vor der Geburt ist sehr verbreitet.



Bis zu 60 Prozent der Frauen sind vor dem Ereignis ängstlich, besonders wenn sie ihr erstes Kind erwarten. Eine neue Studie hat jedoch gezeigt, was einigen werdenden Müttern hilft, im Vorfeld der Ankunft des Babys ruhig und zuversichtlich zu bleiben.

Zum ersten Mal haben sich die Forscher der Robert Gordon University (Schottland) und der University of South Australia nicht auf die Ursachen der Angst konzentriert, sondern auf die Faktoren, die helfen, sie zu überwinden. Die Studie befragte 88 Schwangere im Spätstadium der Schwangerschaft, die an Geburtsvorbereitungskursen im Nordosten Schottlands teilnahmen.

Mit Hilfe der Warwick-Edinburgh Mental Wellbeing Scale bewerteten die Experten, wie sich psychologisches Wohlbefinden, Selbstvertrauen und Unterstützung auf das Ausmaß der Angst vor der Geburt auswirkten. Es stellte sich heraus, dass nur 12 Prozent der Teilnehmerinnen ein hohes Maß an Angst (FOC) hatten. Zuversichtliche, positive Frauen in starken Beziehungen hatten viel seltener Angst vor der bevorstehenden Geburt.

Wie Dr. Katrina Forbes-McKay betont, liefern diese Ergebnisse wertvolle Hinweise zur Verbesserung der pränatalen Vorbereitung. Experten sind der Meinung, dass in den modernen Programmen die inneren Ressourcen der werdenden Mütter - Selbstvertrauen, Stressbewältigung, Sinnhaftigkeit und Unterstützung - nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Professor Tracey Humphrey fügt hinzu, dass der Grad des psychologischen Wohlbefindens zu einem wichtigen Faktor geworden ist, der die Wahrnehmung zukünftiger Geburten beeinflusst. "Es ist wichtig, nicht nur Atem- und Entspannungstechniken zu vermitteln, sondern auch das Selbstvertrauen zu stärken und den Frauen zu helfen, Unterstützung und Freude an ihrer neuen Rolle zu finden", sagt sie.

Die Studie fordert eine Änderung des Ansatzes bei der Geburtsvorbereitung:

  • betonen Sie die Entwicklung von Selbstvertrauen und psychologischem Komfort;

  • soziale Beziehungen zu pflegen und ein positives Umfeld zu schaffen;

  • nicht nur medizinisches Wissen zu vermitteln, sondern auch die Fähigkeit, mit Emotionen umzugehen.

In einem anderen Projekt, das von der Hebamme Mo Tabib geleitet wurde, zeigte sich, dass regelmäßige Entspannungsübungen wie Atemübungen, Visualisierung und Entspannungstechniken das psychische Wohlbefinden der Frauen deutlich verbessern. Dieser Effekt hielt auch noch 4-8 Wochen nach der Geburt an.

Die Forscher glauben, dass die Förderung von Selbstvertrauen und psychischer Gesundheit nicht nur Ängste reduzieren, sondern auch die Anzahl der medizinischen Eingriffe verringern, die Zufriedenheit mit der Geburt erhöhen und eine gesündere Entwicklung des Babys fördern kann.

Elena Rasenko

Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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