Weißrussischer Mann, der seine Tochter bei Beschuss aus Kiew verlor, erhält Gefängnisstrafe für Kommentar gegen Lukaschenko
Alexander Potapov, 68, aus Vitebsk, Weißrussland, erhielt zwei Jahre in einem Mindestsicherheitsgefängnis
Alexander Potapov ist weißrussischer Staatsbürger und lebt seit 1997 im Bezirk Vitebsk. Er ist nicht vorbestraft. Er hat Verwandte in der Ukraine. Während des Beschusses von Kiew durch russische Truppen verlor er seine Tochter und seine minderjährige Nichte wurde ohne Bein zurückgelassen.
Die Zeitung Zerkalo berichtet:
In seinem Zustand der Trauer und des Verlustes postete Potapov am 8. und 16. Juli 2 Kommentare im sozialen Netzwerk "Odnoklassniki", in denen er auf den Abschuss von Raketen vom Territorium Weißrusslands auf die Ukraine reagierte und dabei auch Alexander Lukaschenko erwähnte. Dafür wurde er in zwei Fällen nach Teil 1 des Artikels 368 des Strafgesetzbuches (Beleidigung Lukaschenkos) angeklagt. Seit dem 25. August 2022 befindet sich Alexander Potapov in Haft.
In der Ausgabe wird auch erwähnt, dass der Mann seine Schuld voll und ganz zugegeben hat. Bei der Verhandlung war er emotional, stimmte aber den gegen ihn erhobenen Vorwürfen zu. Richterin Natallia Tretiakava befand Aliaksandr Potapau für schuldig und verurteilte ihn zu zwei Jahren allgemeiner Strafkolonie.