Chen-Ning Yang, der chinesische Physiker, der das Konzept der "Spiegelsymmetrie" revolutioniert hat, ist gestorben
Chen-Ning Yang, ein prominenter chinesischer theoretischer Physiker und Nobelpreisträger, ist in seinem 104. Lebensjahr in Peking verstorben.
Darüber berichtet Phys.org unter Berufung auf die Associated Press. Die Todesursache des Wissenschaftlers war eine Krankheit, deren Einzelheiten nicht bekannt gegeben werden.
Chen-Ning Yang (in der westlichen Tradition - Franklin Yang) gilt als einer der einflussreichsten Physiker des XX Jahrhunderts. Jahrhunderts. Er wurde berühmt für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Quantentheorie und theoretischen Physik sowie für seine Beiträge zur wissenschaftlichen Ausbildung in China.
Im Jahr 1957 erhielt Yang zusammen mit seinem Kollegen Zundao Li den Nobelpreis für Physik für ihre Entdeckung, die den Begriff der "Spiegelsymmetrie" verletzte - das so genannte Gesetz der Paritätserhaltung in der schwachen Kernwechselwirkung. Diese Entdeckung war eine echte wissenschaftliche Sensation und leitete eine neue Etappe im Verständnis der Elementarteilchen ein. Sie waren die ersten Wissenschaftler chinesischer Herkunft, die den Nobelpreis für Physik erhielten.
Chen-Ning Yang wurde im Jahr 1922 geboren. Sein Vater war Professor für Mathematik und Yang selbst wuchs in einem akademischen Umfeld auf dem Campus der renommierten Tsinghua-Universität auf. Nachdem er dort einen Master-Abschluss erworben hatte, reiste er in die Vereinigten Staaten, wo er 1946 an der University of Chicago ein Studium aufnahm. Dort studierte er bei dem legendären Physiker Enrico Fermi, der 1938 den Nobelpreis erhielt.
Später wurde Yang Professor am Princeton Institute for Advanced Study und lehrt seit Ende der 1990er Jahre an der Tsinghua Universität. Er ist auch dafür bekannt, dass er gemeinsam mit Robert Mills die Yang-Mills-Theorie entwickelt hat, die die Grundlage für moderne Ideen über das Quantenfeld und Symmetrien in der Physik bildet.
Obwohl Yang die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt, verzichtete er 2015 offiziell auf sie. Zuvor gab er zu, dass ihm diese Entscheidung schwer fiel und dass sein Vater seine Entscheidung nicht akzeptierte. Nichtsdestotrotz sprach Yang in den höchsten Tönen von den Vereinigten Staaten und bezeichnete sie als das Land, in dem er wissenschaftliche Freiheit und Möglichkeiten erlangte.
Neben seinen wissenschaftlichen Leistungen engagierte sich Yang aktiv im Bildungs- und Kulturleben Chinas. Er schenkte der Universität von Hongkong viele seiner wissenschaftlichen Arbeiten, Auszeichnungen und sogar eine Nobelpreismedaille.
In einer Abschiedserklärung sagte die Tsinghua Universität, Professor Yang habe "revolutionäre Beiträge zur Entwicklung der modernen Physik" geleistet und eine wichtige Rolle beim Aufbau der chinesischen Wissenschaft gespielt. Der Wissenschaftler hinterlässt drei Kinder.