Das älteste Lagerfeuer der Welt wurde in Großbritannien gefunden
- Startseite
- Wissenschaft
- Das älteste Lagerfeuer der Welt wurde in Großbritannien gefunden


Der Mensch hat 350.000 Jahre früher als bisher angenommen gelernt, Feuer zu machen.
Archäologen haben den bisher ältesten Beweis für die künstliche Erzeugung von Feuer entdeckt , was die Vorstellungen über die menschliche Evolution radikal verändert. Eine neue Studie hat gezeigt, dass die Menschen bereits vor mehr als 400.000 Jahren in der Lage waren, Feuer selbst zu machen und zu kontrollieren - etwa 350.000 Jahre früher als bisher angenommen.
Die Entdeckung wurde in der paläolithischen Stätte von Barnham in der Grafschaft Suffolk (Großbritannien) gemacht. Die Arbeit wurde von einem Team des British Museum geleitet und die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.
Nicht nur Feuer, sondern auch die Fähigkeit, es zu erzeugen
Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Urmenschen vor etwa 50.000 Jahren mit dem Feuermachen begannen. Frühere Funde in Afrika deuteten nur auf die Nutzung natürlicher Feuer hin, nicht auf die gezielte Erzeugung von Feuer.
Am Fundort Barnham fanden die Forscher:
einen Bereich mit verbranntem Lehm,
faustkeile aus Feuerstein, die Anzeichen von intensiver Hitze aufweisen,
zwei Fragmente von Eisenpyrit, einem Mineral, das Funken schlägt, wenn es gegen Feuerstein geschlagen wird.
Geochemische Analysen ergaben, dass die Temperatur an diesem Ort über 700 °C lag und das Feuer wiederholt an derselben Stelle entzündet wurde. Dies deutet stark darauf hin, dass es sich nicht um ein natürliches Feuer, sondern um eine vom Menschen geschaffene Feuerstelle handelt.
Das älteste "Feuerzeug" der Menschheitsgeschichte
Eisenpyrit ist in dieser Region extrem selten, was auf eine gezielte Suche und den Transport des Minerals hindeutet. Das bedeutet, dass die Menschen in der Antike bereits die Eigenschaften von Feuerstein, Pyrit und Trutit kannten und wussten, wie man sie zum Feuermachen einsetzt.
Nach Ansicht der Wissenschaftler gehört der Fund zu einer der frühesten Gruppen von Neandertalern, die in Europa lebten.
Warum die Beherrschung des Feuers ein entscheidender Faktor war
Die Fähigkeit, selbst Feuer zu machen, veränderte den Lauf der menschlichen Geschichte. Sie machte es möglich
zu wählen, wo sie unabhängig von natürlichen Feuern lagern wollten;
sich warm zu halten und sich vor Raubtieren zu schützen;
kalte und raue Regionen zu erkunden;
den Speiseplan durch Thermisierung der Nahrung zu erweitern.
Das Kochen verringerte das Risiko von Vergiftungen und Infektionen, verbesserte die Nährstoffaufnahme und setzte Energie frei, die in die Entwicklung des Gehirns gesteckt werden konnte. Dies begünstigte das Bevölkerungswachstum und komplexere soziale Beziehungen.
Warum diese Erkenntnis so schwer zu beweisen war
Spuren von Feuer sind in archäologischem Material selten erhalten. Asche und Glut werden leicht vom Wasser erodiert und vom Wind weggetragen, und verbrannte Sedimente zerfallen mit der Zeit.
Aus diesem Grund gilt der Fund in Barnham als außergewöhnlich. Wissenschaftler verbrachten vier Jahre damit, nachzuweisen, dass der verbrannte Ton nicht durch einen Waldbrand, sondern durch menschliche Aktivitäten verursacht wurde.
Dies geschah mit Hilfe fortschrittlicher Analysetechniken wie Bodenmikromorphologie, Archäomagnetismus und chemischer Analyse organischer Verbindungen.
Warum diese Entdeckung die Geschichte der Evolution verändert
Die Forscher betonen: Die Kontrolle des Feuers ist ein wichtiger Schritt in der menschlichen Evolution. Die neuen Erkenntnisse verschieben diesen Moment um Hunderttausende von Jahren nach hinten und machen Barnham zu einer der wichtigsten archäologischen Stätten der Welt.
Nach Ansicht der Wissenschaftler erklärt diese Entdeckung, warum das Feuer vor 500.000 bis 400.000 Jahren eine immer wichtigere Rolle im Leben der alten Menschen spielte - weil sie lernten, es selbst zu erzeugen.
- Archäologen haben Fingerabdrücken von Kindern in 15.000 Jahre altem Ton gefunden
- Spuren eines "antiken Maschinengewehrs" wurden in Pompeji gefunden
- Wissenschaftler haben einen riesigen Knochen von einem möglichen Vorfahren des T. rex gefunden
- Schulübungen antiker Studenten in Ägypten gefunden
- Wissenschaftler haben ein Krokodil entdeckt, das möglicherweise menschliche Vorfahren gejagt hat
- Wissenschaftler haben einen uralten Verwandten der Krokodile entdeckt, der auf zwei Beinen lief
Unabhängiger Forscher, der sich für Archäologie und sakrale Geografie interessiert. Er erforscht diese Themen und schreibt über sie.












