Der Bär ist da, aber das Mädchen nicht: das Spielzeug eines toten Kindes wurde auf dem Gelände eines zerstörten Hauses gefunden
In Kiew wurde die Tragödie durch die persönlichen Besitztümer der Opfer symbolisiert.
Nach dem Raketenangriff am 28. August holten Rettungskräfte Kinderspielzeug unter den Trümmern eines Hauses im Bezirk Darnytskyy hervor und legten es vor den Eingang. Darunter war auch ein Teddybär, der zuvor auf Fotos mit der zweijährigen Angelina und ihrer 24-jährigen Mutter Nadezhda, die in dieser Nacht starb, festgehalten wurde.
Das Foto der Familie wurde auf Facebook von Pavlina Khotsyanovskaya geteilt. Das Foto zeigt eine Mutter mit ihrer Tochter und eben jenem Bären, den die Retter später in den Trümmern fanden.
Die glückliche Familie feiert gerade einen Geburtstag. Hinter ihnen ist der Bär zu sehen, der heute unter den Trümmern hervorgeholt wurde. Später wurden Nadia und Angelinochka herausgezogen", schrieb sie.
Die Bilder und die Geschichte der Familie lösten in den sozialen Netzwerken eine Welle von Emotionen aus: Nutzer bekunden ihr Beileid und teilen den Schmerz über den unwiederbringlichen Verlust.
Der Staatliche Notdienst der Ukraine schrieb in seiner Nachricht: "Noch gestern haben diese Spielzeuge Kindern Freude bereitet, sie wurden umarmt und mit ihnen gespielt. Wo gestern noch Kinderlachen erklang, sind heute Tränen und Schmerz zu hören". Die Retter fügten hinzu: "Jede mitgebrachte Blume ist ein Schmerz, jedes Spielzeug ist eine Erinnerung an vier kleine Herzen, die aufgehört haben zu schlagen."
Die Menschen kommen weiterhin zu dem zerstörten Haus: legen Blumen nieder, lassen Spielzeug zurück und gedenken der Opfer.
Erinnern Sie sich, dass Russland in der Nacht des 28. August Kiew erneut mit Drohnen und Raketen angegriffen hat. Bei dem Angriff wurden 23 Menschen, darunter auch Kinder, getötet. Für den 29. August wurde in der Hauptstadt ein Trauertag ausgerufen.