Der Erziehungsstil steht in direktem Zusammenhang mit Angst und Depression bei Heranwachsenden
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Psychische Störungen sind nach wie vor ein globales Problem, von dem nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mehr als 1 Milliarde Menschen betroffen sind.
Junge Menschen sind besonders gefährdet, denn Selbstmord steht an dritter Stelle der Todesursachen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren. Vor diesem Hintergrund hat eine neue Studie über Jugendliche in Nepal, die in der Zeitschrift PLOS One veröffentlicht wurde, ergeben, dass mehr als 40 Prozent der Teenager unter Angststörungen leiden und dass der Erziehungsstil der Familie ein Schlüsselfaktor für ihr psychisches Wohlbefinden ist.
Das Team unter der Leitung von Rabina Khadka, einer Dozentin für öffentliche Gesundheit am Manmohan Memorial Institute of Medical Sciences (Kathmandu), befragte 583 Schulkinder in der Gemeinde Bhimdatta. Ziel war es, die Datenlücke darüber zu schließen, wie unterschiedliche Erziehungsstile - autoritativ, autoritär und zustimmend - mit Depressionen, Angst, Stress und Selbstwertgefühl bei Heranwachsenden zusammenhängen.
Die Teilnehmer füllten einen vierteiligen Fragebogen aus:
seelische Verfassung (Grad der Depression, Angst, Stress und Selbstwertgefühl),
wahrgenommener Erziehungsstil,
ausgangsdaten des Fragebogens (Alter, Geschlecht, familiäre Situation).
Alle Indikatoren wurden anhand anerkannter psychometrischer Skalen bewertet. Anschließend wurde eine statistische Analyse durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen dem Erziehungsstil der Eltern und den Ergebnissen der psychischen Gesundheit herstellte.
Was die Studie zeigt
Das erhaltene Bild sieht alarmierend aus:
angstzustände - bei 42,19% der Jugendlichen,
depression bei 37,39%,
stress - bei 24,69%.
Gleichzeitig gab die Mehrheit der Befragten (69,3%) ein hohes Selbstwertgefühl an.
Was den Erziehungsstil betrifft, so beschrieben die Jugendlichen ihre Eltern am häufigsten als:
autoritativ (83,2%) - eine Kombination aus Wärme und angemessener Forderung,
freizügig (56,6 Prozent),
autoritär (43,6%) - strenge Kontrolle und minimaler Dialog.
Beim Vergleich des Erziehungsstils und des psychischen Zustands wurden stabile Zusammenhänge festgestellt:
Derautoritäre Stil erhöht das Risiko einer Depression und ist mit einem geringeren Selbstwertgefühl verbunden.
Der autoritative Stil schützt vor Depressionen, Angst und Stress und wird mit einem höheren Selbstwertgefühl in Verbindung gebracht.
Der nachgiebigeStil wird häufiger mit einem höheren Stressniveau in Verbindung gebracht.
"Diese Ergebnisse unterstreichen die entscheidende Rolle des elterlichen Engagements und der Unterstützung bei der Gestaltung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen und die Notwendigkeit, positive Erziehungspraktiken zu fördern", so die Autoren.
Die Rolle von Schule und Umfeld
Die Studie ergab auch, dass nicht nur das Elternhaus eine Rolle spielt. Das soziale Umfeld und das Schulklima haben einen vergleichbaren Einfluss.
Mobbingopfer und Jugendliche, die keine engen Beziehungen zu Gleichaltrigen aufbauen, weisen ein deutlich höheres Risiko für psychische Probleme auf.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Jugendlichen von heute ernsthaften psychischen Belastungen ausgesetzt sind und systemische Unterstützung benötigen. Sie empfehlen:
erziehungsprogramme zur Entwicklung eines autoritativen Erziehungsstils (Unterstützung + angemessene Grenzen);
programme zur Förderung der psychischen Gesundheit in der Schule, einschließlich Maßnahmen gegen Mobbing und Zugang zu psychologischer Beratung.
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Elena Rasenko schreibt über Neuigkeiten aus Wissenschaft, gesunder Lebensweise und Psychologie und teilt ihre Tipps und Tricks zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.












