Der Westen hat keine Angst mehr vor Putins "roten Linien"

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Die Einschüchterung des Westens mit Atomwaffen funktioniert nicht mehr - Time
14:00, 05.10.2024

Putin steuert auf einen Konflikt mit Europa zu. Dabei schließen sie nicht aus, dass sie auf alles vorbereitet sein sollten.



Putin droht den westlichen Ländern weiterhin mit Atomwaffen. Außerdem hat sich die Rhetorik der Einschüchterung verschärft, nachdem der Kreml erfahren hat, dass es der Ukraine erlaubt sein könnte, mit von Verbündeten bereitgestellten Waffen tief in Russland einzudringen. Doch trotz der Drohungen haben die europäischen Politiker aufgehört, Putins nukleare Erpressung ernst zu nehmen. Das berichtet die Time.

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben keine Angst mehr vor Russlands nuklearen Drohungen und erklären, dass die Unterstützung für die Ukraine in diesem Krieg fortgesetzt wird", schreibt die Zeitung.

Insbesondere die dänische Premierministerin Mette Frederiksen betonte, dass Europa niemals zulassen kann, dass jemand, der Demokratie und Menschenrechte nicht respektiert, entscheidet, was andere Länder tun sollen.

Frederiksen fügte hinzu, Putin sei jetzt "wie ein Junge, der zu oft 'Wolf schrie'", wenn es um Atomwaffen geht. Sie wies auch darauf hin, dass seine zu häufigen Einschüchterungen bereits den gegenteiligen Effekt hatten - der Westen hat aufgehört, nukleare Bedrohungen als real anzusehen.

Furcht und Führung gehen nicht Hand in Hand. Die westliche Angewohnheit, sich um Putins rote Linien zu sorgen, hat dazu geführt, dass die Unterstützung der Ukraine zu oft verzögert wurde. Die einzige rote Linie, die ich in diesem Krieg sehe, wurde bereits überschritten, als sie die Ukraine angegriffen haben", sagte der dänische Premierminister.

Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, reagierte auf eine weitere russische Nukleardrohung, indem sie sagte, dass Russlands apokalyptische Rhetorik eine typisch russische Reaktion auf jede westliche Aktion sei, wenn Moskau damit nicht zufrieden ist.

Metsola fügte hinzu, dass Putin absichtlich in Konflikt mit Europa gerät.

Aber wenn sich die Rhetorik verschärft, werden wir konkrete Schritte unternehmen müssen", sagte sie.

Am Vortag hatte der Kreml, dem klar war, dass seine roten Linien ignoriert wurden, erklärt, Russland müsse die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen senken.

Eugenia Ruban

Eugenia Ruban schreibt über politische und wirtschaftliche Nachrichten. Sie betrachtet die großen Phänomene in der ukrainischen Politik und Wirtschaft aus der Perspektive, wie sie sich auf die einfachen Ukrainer auswirken werden.

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