Deutschland hat Hunderte von Beweisen für russische Kriegsverbrechen gegen die Ukraine gesammelt

Deutschland glaubt, dass es allen Grund gibt, russische Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen.

Die deutschen Behörden haben mehr als 500 Beweise für russische Kriegsverbrechen auf dem Territorium der Ukraine gesammelt und mehr als 160 Zeugen befragt. Dies berichtet die DW.

Gleichzeitig räumt Berlin ein, dass es möglicherweise noch viel mehr Fälle von Gräueltaten gibt, die von russischen Kriegsverbrechern begangen wurden. Sie fordern Opfer von Gewalt durch Russen sowie Augenzeugen auf, sich an die Polizei zu wenden, damit deren Experten Beweise für Kriegsverbrechen der Russischen Föderation aufnehmen.

Der deutsche Justizminister Marco Buschmann erklärte, dass die Ausstellung eines Haftbefehls gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) bedeutet, dass Deutschland weiterhin Beweise sammeln muss.

Buschmann betonte, dass jedes Foto oder Video, z.B. auf einem Smartphone, bei den Ermittlungen helfen kann.

Wer solches Material löscht, hilft nur den russischen Kriegsverbrechern", fügte der deutsche Beamte hinzu.

Es wird darauf hingewiesen, dass für nächste Woche im deutschen Justizministerium eine Konferenz über internationales Recht geplant ist, auf der unter anderem die wachsende Zahl russischer Drohnenangriffe auf zivile Ziele in der Ukraine diskutiert werden soll.

Wenn eine Drohne ein Wohnhaus angreift, ist das auch ein Kriegsverbrechen", betonte er.

Buschmann sagte, dass die Datensammlung fortgesetzt wird und Berlin die Zusammenarbeit in diesem Bereich mit Kiew und Warschau verstärken wird, wo viele Ukrainer Beruhigung gefunden haben.

Er zeigte sich auch zuversichtlich, dass Putin für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden kann und wird, denn er war es, der die Befehle zum Töten von Menschen und zur Inbesitznahme fremder Territorien gab.