Deutschland reagierte auf Trumps Entscheidung, 5.000 US-Soldaten abzuziehen
Deutschland sagt, dass es nach der Entscheidung der USA, einige Truppen abzuziehen, die europäische Sicherheitsverantwortung stärken muss. Berlin betont, dass es bereits dabei ist, seine Verteidigungskapazitäten auszubauen, aber dieser Prozess wird Jahre dauern.
Deutschland sagte, dass die europäischen Länder vor dem Hintergrund der Entscheidung der USA, 5.000 Soldaten aus dem Land abzuziehen, aktiver für ihre eigene Sicherheit verantwortlich sein sollten. Dies sagte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius in einem Kommentar zu den Plänen des Pentagons, schreibt Reuters.
Es geht um die Reduzierung eines Teils des Kontingents, das jetzt etwa 36-40 Tausend Militärs in Deutschland hat. Die Entscheidung war Teil einer Überprüfung der US-Militärstrategie und einer breiteren Umverteilung der Streitkräfte in der Welt", schreibt die Agentur.
Pistorius betonte, dass sich Deutschland bereits auf dem Weg zur Unabhängigkeit von der US-Militärhilfe befinde: Die Bundeswehr wird ausgebaut, die Waffenkäufe werden beschleunigt und die Entwicklung der militärischen Infrastruktur wird intensiviert.
Der Minister räumte ein, dass die Präsenz der US-Truppen in Deutschland und Europa im Interesse beider Seiten sei, bezeichnete den Abzug einiger Truppen jedoch als "vorhersehbaren Schritt". Er sagte, Europa werde Zeit brauchen, um bestehende Lücken in den Verteidigungsfähigkeiten zu schließen.
Aufgrund begrenzter Budgets und erheblicher Lücken in den militärischen Fähigkeiten der Region wird es viele Jahre dauern, bis die eigenen Sicherheitsbedürfnisse erfüllt sind", betonte er.
Pistorius wies darauf hin, dass die Partner Großbritannien, Frankreich, Italien und Polen, die er als die "Big Five" der europäischen Verteidigung bezeichnete, eine Schlüsselrolle für die Zukunft der europäischen Verteidigung spielen sollten.
Vor diesem Hintergrund ist auch eine umfassendere Umstrukturierung des Sicherheitssystems der NATO logisch", sagte er.
Anfang dieser Woche sagte US-Präsident Donald Trump, dass der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz "es für in Ordnung hält, dass der Iran Atomwaffen hat" und fügte hinzu, dass letzterer "nicht weiß, wovon er spricht". Die Äußerung des US-Präsidenten kam, nachdem der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag gesagt hatte, die iranische Führung demütige das gesamte amerikanische Volk und kritisierte außerdem erneut die USA für ihre mangelnde Strategie im Krieg. Vor diesem Hintergrund drohte Trump damit, die Zahl der US-Truppen in Deutschland zu reduzieren.