Die Pride fand in Wien unter Beteiligung der ukrainischen LGBTQ+-Kolumne statt

am 17. Juni fand in der österreichischen Hauptstadt Wien eine große Vienna Pride Parade statt.

Rund 10.000 Menschen marschierten farbenfroh durch das Stadtzentrum, trugen eine Vielzahl von Utensilien und tanzten zu fröhlicher Musik.

Beim Pride-Marsch gab es einen Konvoi von Kievrpayd, Vertretern der LGBTQ+-Community aus der ukrainischen Hauptstadt und anderen Städten. An diesem Tag nahmen sie auch an Pride-Märschen in Warschau, Lublin, Cardiff, Straßburg und anderen europäischen Städten teil, in die die Ukrainer aufgrund der russischen Invasion umziehen mussten. Zusätzlich zu dem organisierten Konvoi trugen auch andere Teilnehmer und Teilnehmerinnen ukrainische Flaggen.

Die Ukraine bekennt sich zu den europäischen Werten, einschließlich der Unterstützung von LGBTQ+. Seit 2015 finden jedes Jahr Stolze in Kiew und anderen Städten der Ukraine statt. Im Jahr 2022 ratifizierte die Ukraine die Istanbul-Konvention.

Gleichzeitig wurde eine Petition an den Präsidenten gerichtet, in der es um die Notwendigkeit ging, gleichgeschlechtliche Ehen anzuerkennen. Vor dem Hintergrund der russischen Invasion klang ihr Text so:

Es ist wichtig, dass LGBTQ-Personen das Recht haben, ihren Partner zu sehen und ihre Leiche aus der Leichenhalle entfernen zu lassen und gegebenenfalls eine Entschädigung zu fordern. Alle verheirateten Paare haben diese Rechte. Wir hoffen wirklich, dass die Homo-Ehe legalisiert wird, damit die Menschen füreinander sorgen können.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, prüfte die Petition und beauftragte das Ministerkabinett, nach legalen Wegen zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen zu suchen. Dies ist jedoch noch nicht geschehen. In Russland hingegen werden die konservativen Stimmungen immer härter, insbesondere vor dem Hintergrund des entfesselten Krieges und einer zunehmend autoritären Ordnung. Um gegen die Normen der westlichen Welt zu verstoßen, werden neue Gesetze eingeführt, etwa das Verbot von LGBTQ+-Propaganda oder der Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare. Die neueste Initiative – ein völliges Verbot der Änderung des biologischen Geschlechts.