Ein Physiker hat erklärt, wie der Weihnachtsmann es schafft, alle Geschenke über Nacht auszuliefern

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Wenn man der Physik glauben darf, liefert der Weihnachtsmann die Geschenke an alle gleichzeitig aus.

Jedes Jahr im Dezember stellen sich die gleichen Fragen: Wie schafft es der Weihnachtsmann, über Nacht um den Planeten zu fliegen - und warum ist das sogar physikalisch unmöglich? Der deutsche Physiker Metin Tolan bietet eine unerwartete (und eindeutig humorvolle) Lösung: Weihnachten wird von der Quantenphysik gerettet.

In seinem Buch "Stille Nacht, eilige Nacht" geht Tolan von der Annahme aus, dass der Weihnachtsmann "definitiv existiert" und stellt Berechnungen an, die normalerweise zu einem düsteren Ergebnis führen: Die traditionelle Version einer Schlittenfahrt in der realen Welt würde in einer Katastrophe enden.

2708 Besuche pro Sekunde und zig Millionen von Kilometern

Nach den Schätzungen, die der Autor zitiert, müsste der Weihnachtsmann Hunderte von Millionen Haushalte besuchen - mit einer Geschwindigkeit von etwa Tausenden von Besuchen pro Sekunde. Selbst wenn Sie mit der Zeit "spielen", indem Sie gegen die Erdrotation reisen, bleibt die Belastung unerschwinglich. Das Buch beschreibt auch andere Engpässe: die monströse Geschwindigkeit, die erforderlich ist, die Überhitzung, die enormen Energiekosten und das Gewicht der Ladung (wenn wir uns vorstellen, dass jedes Kind mindestens ein Geschenk erhält).

Warum NORAD und die "falsche Nummer" hier in den Sinn kommen

Eine andere Weihnachtslegende, an die das Material erinnert, ist die Geschichte eines versehentlichen Anrufs: 1955 riefen die Kinder aufgrund einer falsch gedruckten Nummer nicht den Weihnachtsmann, sondern das Luftverteidigungszentrum (den Vorgänger von NORAD) an. Der diensthabende Offizier Harry Shoup wollte die Geschichte nicht ruinieren - so wurde die Tradition von NORAD Tracks Santa geboren, bei der das Militär jedes Jahr die Route des Weihnachtsmanns "verfolgt".

"Die Welle des Weihnachtsmanns" und die Superposition

Tolans wichtigste Wendung ist die der Quanten. Er beruft sich auf die Ideen der Quantentheorie, in der ein Objekt als Welle beschrieben werden kann und in der eine Überlagerung von Zuständen möglich ist. In einem solchen "Gedankenexperiment" wird der Weihnachtsmann zu einer Art "Materiewelle", die an allen möglichen Punkten (d.h. allen Häusern) gleichzeitig vorhanden ist, und der Versuch, ihn zu sehen, führt zu einem "Kollaps" - und zerstört in dieser humorvollen Logik die Geschichte selbst.

Das Material unterstreicht: Dies ist keine Gebrauchsanweisung, "wie man ein unsterbliches Weihnachtsmann-Quantenobjekt wird", sondern eher eine Reihe spektakulärer Fakten und Berechnungen für eine festliche Unterhaltung - mit wissenschaftlichem Humor und Verweisen auf reale Prinzipien der Physik.