EU bereitet strategische Vorräte für den Fall von Anschlägen und Krisen vor
Die Europäische Union entwickelt strategische Reserven zur Verteidigung gegen Bedrohungen durch russische Aktionen und mögliche Krisensituationen.
Die Europäische Union plant, strategische Reserven kritischer Ressourcen anzulegen, darunter Metalle der seltenen Erden, Medikamente und Komponenten für die Reparatur von Unterseekabeln. Diese Entscheidung wird vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen und der Gefahr von Angriffen auf wichtige Infrastrukturen getroffen. Dies berichtet die Financial Times.
Die Zeitung weist darauf hin, dass diese Maßnahmen in einem Entwurfsdokument der Europäischen Kommission dargelegt sind, das den Journalisten der Publikation zur Kenntnis gebracht wurde.
Gründe für die Bildung von Reserven
Brüssel ist besorgt über die Anfälligkeit der EU für Cyberattacken, Sabotage, Schäden an Unterseekabeln, Klimakatastrophen und mögliche militärische Bedrohungen, auch aus Russland. Als Reaktion auf diese Risiken sollen "Vorräte" angelegt werden, darunter Lebensmittel, Medikamente, Kernbrennstoffe, Magnete und andere wichtige Ressourcen.
Wiederholte Schäden an Unterseekabeln und Gaspipelines in Europa haben europäische Beamte dazu gezwungen, das Schutzniveau für kritische Infrastrukturen neu zu bewerten. Bundeswehr-General Carsten Breuer warnte, dass Russland in den kommenden Jahren einen EU-Mitgliedstaat angreifen könnte", so die Zeitung.
Die wichtigsten Details der Initiative
Die Vorräte werden je nach Art der möglichen Krise und der geografischen Lage angelegt.
Europäische Unternehmen werden steuerliche Anreize für die Beteiligung an der Anhäufung dieser strategischen Reserven erhalten.
Die EU plant eine aktive Zusammenarbeit mit der NATO, um eine gemeinsame Infrastruktur zu nutzen.
Den europäischen Bürgern wird empfohlen, einen 72-Stunden-Vorrat anzulegen, um im Falle einer Krise überleben zu können.
Die nächsten Schritte
Das Dokument, in dem die Strategie für den Aufbau dieser Vorräte festgelegt wird, soll nächste Woche veröffentlicht werden. Es kann noch geändert werden. Die Europäische Kommission wird in diesem Monat auch Haushaltsvorschläge vorlegen, die Investitionen in strategische Reserven vorsehen.
Die Europäische Kommission hat die Bürger bereits früher gewarnt, für den Notfall Lebensmittel und Ressourcen für drei Tage zu bevorraten.