Europäischer Rat unterstützt die Ukraine: Wichtigste Ergebnisse des Meinungsaustauschs mit dem NATO-Generalsekretär
Der Europäische Rat führte einen Meinungsaustausch mit NATO-Generalsekretär Stoltenberg über die Zusammenarbeit zwischen der EU und der NATO und die euro-atlantische Sicherheit.
Der Europäische Rat, ein wichtiges Gremium der Europäischen Union, hat in seinen jüngsten Schlussfolgerungen seine Solidarität mit der Ukraine zum Ausdruck gebracht.
Der Rat hat seine Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine bekräftigt. Hier sind die wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Diskussion.
Der Europäische Rat bestätigt die Bereitschaft der EU, die Ukraine so lange wie nötig militärisch zu unterstützen, insbesondere durch die EU-Militärhilfe-Mission und die Europäische Friedensfazilität. Er nimmt die Fortschritte bei der Lieferung und gemeinsamen Beschaffung von einer Million Stück Artilleriemunition und Raketen für die Ukraine zur Kenntnis. Es wird hervorgehoben, wie wichtig es ist, dass die Mitgliedstaaten unbeschadet der spezifischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedstaaten und unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Verteidigungsinteressen aller Mitgliedstaaten kontinuierliche Anstrengungen unternehmen, um den dringenden Militär- und Verteidigungsbedarf der Ukraine zu decken", heißt es in einer Pressemitteilung auf der Website des Europäischen Rates.
Souveränität der Ukraine: Der Europäische Rat verurteilt den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und erinnert daran, dass die Europäische Union die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen und ihr unveräußerliches Recht auf Selbstverteidigung gegen die russische Aggression uneingeschränkt unterstützt.
Der Europäische Rat verurteilt erneut aufs Schärfste den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der einen klaren Verstoß gegen die UN-Charta darstellt, und erinnert daran, dass die Europäische Union die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine innerhalb ihrer international anerkannten Grenzen und ihr unveräußerliches Recht auf Selbstverteidigung gegen die russische Aggression uneingeschränkt unterstützt. Die Europäische Union wird die Ukraine und ihre Bevölkerung so lange wie nötig finanziell, wirtschaftlich, humanitär, militärisch und diplomatisch tatkräftig unterstützen.
Reformen: Der Europäische Rat erkennt die Fortschritte der Ukraine bei den Reformen an und betont, wie wichtig es ist, diesen Prozess fortzusetzen. Die Ukraine hat beträchtliche Fortschritte bei den Reformen erzielt, insbesondere bei der Bekämpfung der Korruption und der Modernisierung der Wirtschaft.
Der Europäische Rat würdigt das Engagement und die beträchtlichen Anstrengungen der Ukraine, die notwendigen Voraussetzungen für einen EU-Beitritt zu erfüllen. Er ermutigt die Ukraine, den Weg der Reformen fortzusetzen. Die Europäische Union wird weiterhin eng mit der Ukraine zusammenarbeiten und ihre Bemühungen unterstützen, bis alle Bedingungen erfüllt sind.
Wirtschaftliche Unterstützung: Der Europäische Rat hat erneut seine Bereitschaft bekräftigt, der Ukraine zusätzliche wirtschaftliche Unterstützung zu gewähren. Erinnern Sie sich, dass die Europäische Kommission am 20. Juni angekündigt hat, dass die Ukraine in den nächsten vier Jahren 50 Milliarden Euro erhalten wird.
Der Europäische Rat betont, dass gemeinsam mit den Partnern eine stabile, vorhersehbare und nachhaltige finanzielle Unterstützung für die Ukraine in den kommenden Jahren sichergestellt werden muss. Der Europäische Rat bekräftigt seine Aufforderung an die Europäische Investitionsbank, in enger Zusammenarbeit mit der Kommission und den internationalen Finanzinstitutionen die Unterstützung für die dringendsten Infrastrukturbedürfnisse der Ukraine zu verstärken. Die Europäische Union ist auch weiterhin entschlossen, die Erholung, den Wiederaufbau und die Rehabilitation der Ukraine in Abstimmung mit den internationalen Partnern zu unterstützen, insbesondere in den Bereichen psychologische und psychosoziale Rehabilitation und Hilfe bei der Minenräumung. Darüber hinaus würdigt der Europäische Rat die Arbeit im Zusammenhang mit den eingefrorenen Vermögenswerten Russlands und fordert den Rat, den Hohen Vertreter und die Kommission auf, ihre Arbeit im Einklang mit dem EU- und dem Völkerrecht und in Abstimmung mit den Partnern fortzusetzen.
Zusammenarbeit: Der Europäische Rat bekräftigte seine Bereitschaft, die Zusammenarbeit mit der Ukraine weiter zu vertiefen.
Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten werden ihre diplomatischen Bemühungen verstärken und weiterhin mit der Ukraine und anderen zusammenarbeiten, um eine breite internationale Unterstützung für die wichtigsten Grundsätze und Ziele der ukrainischen Friedensformel zu gewährleisten, auch durch einen künftigen Weltfriedensgipfel. Jede Initiative für einen umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine muss auf der uneingeschränkten Achtung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität des Landes innerhalb seiner international anerkannten Grenzen beruhen.
Flüchtlinge: Die Europäische Union bekräftigt ihre Zusage, Vertriebene sowohl in der Ukraine als auch in der Europäischen Union weiterhin zu unterstützen, unter anderem durch angemessene und flexible finanzielle Hilfe für die Mitgliedstaaten, die am meisten für die Gesundheitsversorgung, Bildung und Unterbringung von Flüchtlingen ausgeben.
Diese Schlussfolgerungen des Europäischen Rates sind ein wichtiger Indikator für die Solidarität der EU mit der Ukraine und ihre Unterstützung für wichtige Reformen in diesem Land.
Wir möchten Sie daran erinnern, dass der Europäische Rat am 23. Juni letzten Jahres beschlossen hat, der Ukraine den Status eines Kandidaten für den Beitritt zur Europäischen Union zu verleihen.