Experten erklären, wann ein künstlicher Weihnachtsbaum schädlicher ist als ein echter
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Warum ein lebender Weihnachtsbaum nicht immer besser ist.
Im Vorfeld der Winterferien machen sich viele Menschen nicht nur Gedanken über die Dekoration, sondern auch über deren Auswirkungen auf die Umwelt. Was ist umweltfreundlicher - ein lebender oder ein künstlicher Weihnachtsbaum? Auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, sagen Experten der Universität von Pennsylvania.
Laut Lorena Grandi, Professorin für Chemie- und Biomolekulartechnik an der School of Engineering and Applied Sciences der University of Pennsylvania, ist Nachhaltigkeit keine Entscheidung zwischen "gut" und "schlecht", sondern eine Bewertung des gesamten Lebenszyklus eines Produkts.
"In manchen Situationen ist ein lebender Weihnachtsbaum die nachhaltigere Option, in anderen ein künstlicher Weihnachtsbaum. Es gibt keine allgemeingültige Lösung", stellt Grandi fest.
Wie viele Jahre ein künstlicher Weihnachtsbaum hält
Künstliche Weihnachtsbäume bestehen aus Plastik und Metall und werden meist aus China importiert, was ihren CO2-Fußabdruck erheblich vergrößert. Die Verwendung eines solchen Weihnachtsbaums für nur eine Saison ist die am wenigsten umweltfreundliche Option.
Verschiedenen Studien zufolge muss ein künstlicher Weihnachtsbaum mindestens 7-10 Jahre lang verwendet werden, damit er umweltfreundlicher ist als ein lebender Baum. Je länger die Nutzungsdauer, desto weniger Klimaschäden pro Jahr, betont der Experte.
Wie lebende Weihnachtsbäume genutzt werden
Die Umweltfreundlichkeit eines lebenden Weihnachtsbaums hängt weitgehend von der Art der Entsorgung ab. Wenn der Baum einfach auf eine Mülldeponie geworfen wird, setzt er bei seiner Zersetzung Methan frei, ein starkes Treibhausgas.
Zu den nachhaltigeren Optionen gehören:
die Abgabe des Weihnachtsbaums an kommunale Recyclingzentren;
kompostierung durch spezialisierte Dienste;
die Verwendung in landwirtschaftlichen oder Tierschutzprojekten;
den Kauf eines getopften Weihnachtsbaums und dessen anschließende Einpflanzung in den Boden, damit der Baum weiterhin Kohlendioxid absorbieren kann.
Auch der Weg vom Bauernhof nach Hause ist wichtig
Ein weiterer Faktor ist der Transport. Je näher ein Weihnachtsbaum am Ort des Verkaufs angebaut wurde, desto geringer ist sein ökologischer Fußabdruck. Eine Massenlieferung von Bäumen per Lastwagen kann umweltfreundlicher sein als eine Einzelperson, die für einen einzigen Baum eine lange Strecke zurücklegt.
Fazit: Es gibt keine Einheitslösung für alle
Den Forschern zufolge sollten bei der Wahl zwischen einem lebenden und einem künstlichen Weihnachtsbaum gleich mehrere Faktoren berücksichtigt werden: die Nutzungsdauer, die Herkunft des Baums, die Art der Entsorgung und die Transportkosten.
"Nachhaltiges Verhalten ist kein striktes Regelwerk, sondern ein bewusster Umgang mit jeder einzelnen Entscheidung", fasst Grandi zusammen.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












