Festtagsmarathon das ganze Jahr über: Warum sich Halloween-, Weihnachts- und Osterdekoration jetzt fast gleichzeitig verkaufen
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Halloween, das im Sommer ansteht, ist nicht mehr nur ein Scherz, sondern eine Marketingstrategie.
Ein Feiertag, der einst auf die letzte Oktoberwoche beschränkt war, beginnt nun selbstbewusst im August und manchmal sogar noch früher. Aber die Verschiebung des Kalenders ist kein Zufall, sondern Teil eines globalen Trends, der auch andere beliebte Feiertage wie Weihnachten und Ostern betrifft.
Nach Angaben der U.S. National Retail Federation hatte 2005 nur etwas mehr als die Hälfte der Amerikaner vor, Halloween zu feiern. Im Jahr 2025 sind es bereits fast 75 Prozent. In zwei Jahrzehnten haben sich die durchschnittlichen Ausgaben für das Fest mehr als verdoppelt: von $18 auf $38 pro Person.Laut The Conversation werden die Gesamtausgaben für Halloween in den USA in diesem Jahr voraussichtlich einen Rekordwert von 13 Milliarden Dollar erreichen.
Und es ist nicht nur der Verkauf von Kostümen und Dekorationen, der ein Wachstum verzeichnet. Im September 2024 beliefen sich die Einfuhren von Süßigkeiten in die USA auf insgesamt 750 Millionen Dollar - dreimal mehr als im gleichen Monat des Jahres 2005.
Wie sich Halloween verändert hat:
Früher gab es: selbstgemachte Kostüme, selbstgemachte Leckereien, minimale Dekoration.
Jetzt: im Laden gekaufte Kostüme, sogar für Haustiere, thematisch verpackte Süßigkeiten, Installationen auf den Straßen seit dem Spätsommer.
- In vielen Ländern wurde dieser Feiertag überhaupt nicht gefeiert.
Der Grund dafür ist einfach: Halloween hat sich zu einer ernsthaften kommerziellen Saison entwickelt. Und wie jedes saisonale Produkt muss es vor seinem Termin verkauft werden, sonst bleibt es illiquide. Um die Verluste zu minimieren, stellen die Einzelhändler die Themenartikel so früh wie möglich in die Regale.
Dies ermöglicht es ihnen auch,:
die Artikel zu Beginn der Saison zum vollen Preis zu verkaufen,
kurz vor dem 31. Oktober ausverkauft zu sein,
ohne Pause direkt in das Weihnachtsgeschäft einzusteigen.
Auch Weihnachten kommt früh
Nach Halloween - und manchmal sogar gleichzeitig mit Halloween - erscheinen Weihnachtsdekorationen und Geschenke in den Schaufenstern. Immer häufiger sieht man in den Geschäften gleichzeitig Skelette, Halloween-Süßigkeiten und Plastikweihnachtsbäume.
Die Gründe dafür sind die gleichen:
Weihnachten ist eine noch lukrativere Saison als Halloween.
Die Kaufkraft verteilt sich über die Zeit, und je früher die Geschäfte eine Auswahl anbieten, desto größer ist die Chance auf Gewinn.
Das Ausmaß der Verkäufe erfordert eine frühzeitige Planung von Logistik, Auslage und Marketing.
Ostern ist ebenfalls ein gutes Beispiel dafür. Immer mehr Dekoartikel mit Hasen- und Eiermotiven erscheinen bereits im Januar in den Regalen.
Die Verbraucher klagen zunehmend über ein "Feiertags-Burnout" - eine Ermüdung durch die ständige Auferlegung von Themen. Das Gefühl einer besonderen Zeit des Jahres verschwimmt, und die Vorbereitung auf den Urlaub wird zu einem weiteren Ausgabenposten.
Die Nachfrage ist jedoch noch nicht zurückgegangen. Im Gegenteil, Ökonomen sagen voraus, dass sich die Jahreszeiten weiter verlängern werden.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












