Griechenland kann der Ukraine keine Patriot-Luftabwehrsysteme anbieten

MEDIEN

Luftabwehrsysteme sind für Griechenland im Hinblick auf die Abschreckungsfähigkeit in den angespannten Beziehungen zur Türkei von entscheidender Bedeutung.

Griechenland kann der Ukraine keine Luftabwehrsysteme wie Patriot oder S-300 anbieten, sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am 26. April.

Der griechische Premierminister reagierte damit auf die Forderungen der griechischen EU- und NATO-Verbündeten, der Ukraine mehr Militärhilfe zukommen zu lassen.

Als Folge der verstärkten Luftangriffe auf die Ukraine stehen die EU-Regierungen unter Druck, die Ukraine mit mehr Luftabwehrsystemen zu versorgen. Diesen Druck spüren vor allem Griechenland und Spanien, die solche Systeme im Einsatz haben.

Griechenland wird keine S-300 oder Patriot in die Ukraine schicken", sagte Mitsotakis gegenüber Skai TV.

Die EU-Minister haben am Montag erklärt, dass sie dringend prüfen, wie sie der Ukraine mehr Luftabwehrsysteme zur Verfügung stellen können. Bisher ist die Studie bei dem Versprechen stehen geblieben, Patriot-Systeme zu liefern.

Wir haben erklärt, warum wir das nicht tun können. Diese Systeme sind entscheidend für unsere Abschreckungsfähigkeit", sagte Mitsotakis.

Die Verteidigung des Landes ist für Griechenland angesichts der aktuellen Spannungen mit der Türkei ein sehr wichtiges Thema.

Zuvor hatte Griechenland mehrere tausend Raketen, Sprengstoff, Fahrzeuge und Panzerabwehrraketen in die Ukraine geschickt.

Heute, am 26. April, werden die USA ein Online-Treffen der Hilfsorganisationen für die Ukraine veranstalten. Es wird darauf hingewiesen, dass dies im Zusammenhang mit der Tatsache geschieht, dass das US-Parlament vor einigen Tagen ein Hilfspaket für die Ukraine genehmigt hat.

Zuvor hatte Socialportal berichtet, dass während des Besuchs des griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis in Odessa russische Truppen die Stadt beschossen haben.

Schon ganz am Ende hörten wir den Klang von Sirenen und Explosionen, die ganz in unserer Nähe waren. Wir hatten keine Zeit, uns an einen geschützten Ort zu flüchten. Das ist eine sehr beeindruckende Erfahrung", sagte Kyriakos Mitsotakis damals.

Griechische Medien schrieben, dass die Explosion dann 150 Meter von der Delegation entfernt stattfand.