Hunde verlangsamen den Alterungsprozess und Katzen halten uns fit: Studie
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Untersuchungen des Waltham Petcare Science Institute bestätigen, dass Haustiere eine wichtige Rolle im Leben älterer Menschen spielen. Sie tragen nicht nur zum emotionalen Wohlbefinden bei, sondern verlangsamen auch den Alterungsprozess.
Der demografische Wandel verändert die Weltgemeinschaft rapide. Nach Angaben der UNO wird sich die Zahl der älteren Menschen bis 2050 fast verdoppeln und etwa 1,5 Milliarden erreichen. Heute ist jeder fünfte Mensch in Europa über 65 Jahre alt. Gleichzeitig nehmen die psychischen Probleme zu: Einsamkeit, Angstzustände und kognitiver Verfall werden bei älteren Menschen immer häufiger.
Jüngste Forschungen des Waltham Petcare Science Institute, des Forschungsinstituts von Mars, haben jedoch gezeigt, dass die Interaktion mit Haustieren das Gefühl der Einsamkeit deutlich verringern und die Gehirnalterung verlangsamen kann.
Therapiehunde gegen Einsamkeit
Statistiken zufolge leiden etwa 29% der älteren Menschen unter Einsamkeit, was sich negativ auf ihre körperliche und geistige Gesundheit auswirkt. Untersuchungen zeigen, dass das Gefühl der Einsamkeit genauso schädlich sein kann wie das Rauchen von 15 Zigaretten pro Tag und mit einem um 26% erhöhten Sterberisiko verbunden ist. Menschen, die nach ihrer Pensionierung soziale Kontakte verlieren oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, sind besonders gefährdet.
Forscher des Waltham Petcare Science Institute führten ein Experiment mit Patienten im Alter von 59 Jahren und älter durch, die länger als fünf Tage im Krankenhaus waren. Die Teilnehmer hatten drei Tage lang täglich 20-minütige Sitzungen mit Therapiehunden. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Verringerung der Einsamkeit, die anhand der UCLA Short Form and Analogue Loneliness Scale gemessen wurde.
Wichtig ist, dass das Zusammensein mit den Hunden eine stärkere Wirkung hatte als die übliche Pflege oder Gespräche mit Menschen. Der Rückgang der Einsamkeitsgefühle war bei den Hundebesitzern besonders ausgeprägt, was darauf hindeuten könnte, dass die Haustiere die emotionale Leere füllen, die durch ihre Abwesenheit während des Krankenhausaufenthalts entsteht.
Dauer der Wirkung und Notwendigkeit der Fortführung
Die Wirkung dieser Sitzungen erwies sich jedoch als kurzlebig. Ein und sechs Monate nach Abschluss des Programms erreichten die Werte für die Einsamkeit wieder die Ausgangswerte. Dies deutet darauf hin, dass häufigere und längere Interaktionen mit den Tieren erforderlich sind, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Emotionale Bindung mit Haustieren und Verlangsamung des Alterns
Die zweite Studie des Zentrums konzentrierte sich auf die Auswirkungen der emotionalen Bindung zwischen älteren Menschen und ihren Haustieren auf die körperliche und kognitive Gesundheit. Die Forscher verfolgten 214 Haustierbesitzer im Alter zwischen 50 und 100 Jahren 13 Jahre lang.
Mit Hilfe der Lexington Attachment to Pets Scale (LAPS) bewerteten die Forscher den Grad der emotionalen Bindung. Parallel dazu wurden die körperliche Leistungsfähigkeit der Teilnehmer, wie etwa die Gehgeschwindigkeit und die Fähigkeit, eine Strecke von 400 Metern zurückzulegen, sowie die kognitiven Funktionen - Gedächtnis, Sprache und Selbstorganisation - überwacht.
Die Ergebnisse zeigten, dass eine starke emotionale Bindung an ein Haustier mit einem langsameren körperlichen und kognitiven Verfall verbunden war. Und verschiedene Arten von Tieren hatten unterschiedliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Hundebesitzer zeigten einen langsameren Rückgang der Aufmerksamkeitsspanne, obwohl sich das Gedächtnis schneller verschlechterte. Katzenbesitzer hingegen behielten ihre körperliche Aktivität besser bei.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












