Im Süden Europas wüten die Brände. Die Situation für Touristen wird immer komplizierter
Der Süden Europas wird von Bränden heimgesucht, die durch die abnorme Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 Grad Celsius verursacht werden.
In Montenegro, Griechenland und Spanien nimmt die Gefahr einer Ausbreitung des Feuers zu. In einigen Regionen werden weiterhin Massenevakuierungen durchgeführt, und Touristen wird zur Vorsicht geraten, wie die Polnische Presseagentur berichtet.
Die Lage in Montenegro ist äußerst kompliziert: Großbrände haben mehrere Regionen erfasst - von der Hauptstadt Podgorica bis zur Meeresküste und dem Norden des Landes, teilt das Verteidigungsministerium mit.
Für Montenegro gilt aufgrund starker Winde, die die Brandbekämpfung erheblich erschweren, die höchste Wetterwarnstufe Rot. In einer Reihe von Bezirken wird die Bevölkerung evakuiert.
Der Premierminister des Landes, Milojko Spajic, sagte, es gebe Anzeichen für vorsätzliche Brandstiftung. Die Polizei hat Verdächtige identifiziert.
Große Waldbrände wüten auch in anderen Mittelmeerländern, wo eine Kombination aus Hitze, Wind und menschlichem Versagen zu Katastrophen geführt hat.
Die Brände haben auch Spanien erfasst. Tausende von Menschen wurden landesweit evakuiert. Die Polizei teilte mit, dass aus der Luft aktive Brandherde entdeckt und mögliche Verdächtige identifiziert worden seien. "Wir ergreifen alle Maßnahmen, um die Ursachen für die Brände herauszufinden. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, diejenigen zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen, die die Brände absichtlich oder durch Fahrlässigkeit verursacht haben", teilten die Rettungsdienste in einer Erklärung mit.
In Griechenland begann am Dienstag, den 12. August, eine groß angelegte Evakuierung von Einwohnern und Touristen auf den Inseln Zakynthos und Kefalonia im Ionischen Meer wegen schwerer Waldbrände. Das Feuer, das durch Hitze und starke Winde verstärkt wurde, breitet sich rasch aus und nähert sich Wohngebieten und touristischer Infrastruktur.
Der Bürgermeister von Zakynthos, Yorgos Stazinopoulos, sagte, "das Feuer ist außer Kontrolle" und es herrschen gefährliche Winde in der Region. Im Westen Griechenlands sind 85 Feuerwehrleute und 10 Flugzeuge an den Löscharbeiten in der Nähe der Stadt Vonitsa beteiligt, aber die Flammen haben bereits die Vororte erreicht.
Touristen wird geraten, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten, gefährliche Gebiete nicht zu besuchen und die Mitteilungen der Behörden genau zu beachten. Die Wetterbedingungen sind weiterhin ungünstig: hohe Temperaturen und starke Winde werden mindestens bis zum Ende der Woche erwartet, was das Risiko neuer Brände erhöht, auch in beliebten europäischen Urlaubsorten.