"Intakte" Fresken in den Vororten von Pompeji gefunden
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Intakte" Fresken in der Villa der Poppea bei Pompeji entdeckt und donnerstags offener Zugang zu Ausgrabungen
In der Nähe von Pompeji, in einer antiken römischen Villa, die mit Poppaea Sabina, der zweiten Frau von Kaiser Nero, in Verbindung gebracht wird, haben Restauratoren eine Schicht Vulkanasche entfernt und neue Fragmente von Fresken entdeckt. Zum ersten Mal in dieser Woche durften Besucher die Stätte betreten, um sowohl die Fresken selbst als auch die Arbeit der Experten direkt vor Ort zu sehen.
Dies ist die Villa Poppaea in Oplontis (das heutige Torre Annunziata, zwischen Pompeji und Herculaneum). Die Villa wurde durch den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. zerstört und zum Zeitpunkt der Katastrophe wurde das Gebäude noch immer repariert, so die Forscher.
Die neuen Funde wurden im ältesten Teil des Komplexes gemacht, der auf die Mitte des I. Jahrhunderts v. Chr. zurückgeht. Die Archäologen erwarteten eine Fortsetzung der bereits bekannten Bilder auf den benachbarten Wänden, bekamen aber mehr zu sehen: aus dem Schlamm und der Asche "manifestierten" sich neue Details - zum Beispiel Teile eines Vogels auf dem Hintergrund des gelben Frieses. In einem der Hauptsäle wurde die Abbildung eines Pfaus gefunden (bis auf den Kopf ist fast alles erhalten). In der römischen Tradition wird der Pfau mit der Göttin Juno in Verbindung gebracht, und ein solches Motiv in der Villa ist nicht das erste Mal.
Den Ausgrabungsleitern zufolge sind die so genannten "unberührten Oberflächen" von besonderem Wert : Bereiche von Malereien mit Originalpigmenten ohne spätere Bearbeitungen. Deshalb waren die Spezialisten zum Beispiel von dem leuchtend roten Abschnitt beeindruckt, der seine "lebendige" Farbe behalten hat. Solche Fragmente helfen, das Können der Künstler, den Geschmack und den Status der Besitzer der Villa besser zu verstehen.
Die Konservativen stellen fest, dass teure Farben für die Dekoration der Villa verwendet wurden - darunter Zinnober (ein leuchtend rotes Pigment) und "ägyptisches Blau". Dies galt als prestigeträchtig und zeugte vom Reichtum der Bauherren und ihren Handelsbeziehungen: solche Materialien waren nicht leicht zu beschaffen.
Jetzt können Sie die Ausgrabungen am Donnerstagmorgen besichtigen: Besucher werden in kleinen Gruppen (bis zu 10 Personen) mit einem regulären Ticket zugelassen, begleitet von Parkmitarbeitern. Das Format ist bewusst "kammerartig" gehalten, denn auf der Baustelle wird weiter gearbeitet und eingerüstet.
Archäologen betonen: die Villa ist noch lange nicht vollständig "gelesen" - nur etwa 50-60% des Geländessind ausgegraben worden. Die Grenzen des Komplexes sind in einigen Bereichen nicht ganz klar, so dass neue Entdeckungen durchaus möglich sind.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












