"Iyashikei ist ein Manga-Genre, das die Seelen durch einfache Freuden heilt
Iyashikei ist ein japanisches Genre, das Geschichten erzählt, die müde Leser trösten und heilen sollen, indem sie eine Atmosphäre der Ruhe schaffen.
Wie der Forscher Paul Rocket erklärt, erzählt das japanische Genre der yyashikei Geschichten, die müde Leser trösten und heilen sollen, indem sie eine Atmosphäre der Ruhe schaffen. Diese Geschichten sind in der Regel frei von Konflikten und spannenden Handlungen, was im Gegensatz zu westlichen Traditionen steht, in denen Konflikte als treibende Kraft hinter der Geschichte angesehen werden.
Iyashikei leitet sich von dem Wort "iyashi" ab, das mit "Heilung" oder "Trost" übersetzt werden kann, und "kei", was "Art" oder "Genre" bedeutet. Das Aufkommen von iyashikei steht im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Abschwung in Japan in den 1990er Jahren, als die Kultur nach Wegen suchte, den Stress durch Medien wie Manga, Anime, Literatur und Film zu bewältigen.
Beispiele für yiyashikei Manga
In der Welt der Manga hat yiashikei einen besonderen Platz eingenommen. Beliebte Werke wie Yuru Camp, A Man and His Cat, Flying Witch, Girls' Last Tour und How to Keep a Mummy vermitteln dem Leser ein Gefühl von Wärme und Trost.
A Man and His Cat zum Beispiel erzählt die einfache Geschichte eines einsamen älteren Mannes, der eine hässliche und unerwünschte Katze bei sich aufnimmt. Anstelle von Konflikten zeigt der Manga, wie sich eine Bindung zwischen den beiden entwickelt und wie sie gemeinsam ihre Gefühle der Einsamkeit überwinden. Die Autorin Umi Sakurai stellt fest, dass es "ein Bild der kleinen glücklichen Momente des täglichen Lebens" ist.
Frühe Popularität von Yiashikei im Westen
Einer der ersten Erfolge des Yiashikai auf dem westlichen Markt war der Manga Fruits Basket von Natsuki Takaya, der 1998 erschien und weltweit über 30 Millionen Exemplare verkaufte. Die Geschichte folgt dem Waisenmädchen Toru Honda und ihrer Beziehung zur Familie Soma und berührt die Themen Trauma und Isolation zwischen den Generationen.
Die Rhetoriklehrerin Erica Arivett stellt fest, dass "die Charaktere wie die Leser durch Kämpfe, Trauer und Heilung von den Traumata, die sie erlebt haben, gehen." Manga ist vielen Menschen, die mit Einsamkeit, Verlust oder Depressionen zu kämpfen haben, ein Begriff.
Viele Forscher führen die Popularisierung des iyashikei-Genres auf den kulturellen Kontext Japans zurück, das aufgrund der gesellschaftlichen und technologischen Modernisierung verschiedene Krisen und Stress erlebt. In Zeiten großer kultureller Spannungen gibt es ein Bedürfnis nach Heilung durch den Konsum geeigneter Medien.
Dem Konzept des iyashikei liegen grundlegende Fragen über die Fähigkeit der Kultur und des Geschichtenerzählens zugrunde, Heilung zu vermitteln. Diese Fragen überschneiden sich mit den Bereichen der grafischen Medizin und der narrativen Medizin, die anerkennen, dass Geschichten einen starken Einfluss auf die Patientenversorgung und die Zufriedenheit der Ärzte haben.
Angesichts der Popularität der Yyashikei-Geschichten und des wachsenden Interesses an der Verbindung zwischen Erzählung und Heilung scheinen viele zu der Ansicht zu gelangen, dass es bereits genug Konflikte in unserer Welt gibt. Dank des Yyashikei-Genres wird Lesern, die eher Seelenfrieden als Abenteuer suchen, eine reiche Palette an Erfahrungen geboten.