Lukaschenko "bettelte" Putin um das Raketensystem Oreshnik für Belarus an

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Lukaschenko bittet Putin um "Oreshnik" für Belarus
kremlin.ru
18:31, 06.12.2024


Aliaksandr Lukaschenka, der sich selbst als Präsident von Belarus bezeichnet, hat Wladimir Putin öffentlich gebeten, das neue russische Raketensystem Oreshnik auf dem Territorium der Republik zu stationieren. Die Bitte erfolgte vor dem Hintergrund der Äußerungen Lukaschenkos über die wachsende Bedrohung an den Westgrenzen Weißrusslands und aus der Ukraine.

Lukaschenkos Erklärungen

Lukaschenko sagte, der Einsatz von Oreshnik würde angeblich für Stabilität und "ruhige Gemüter" in der Region sorgen.

"Ich möchte Sie öffentlich darum bitten, dass neue Waffensysteme und vor allem Oreshnik auf dem Territorium von Belarus stationiert werden", sagte Lukaschenko in Anwesenheit von Putin.

Putins Reaktion

Wladimir Putin unterstützte die Initiative und betonte, dass die Umsetzung des Plans frühestens in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 beginnen wird.

Die Errichtung solcher Komplexe ist möglich. Sie wird in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 möglich sein", sagte Putin.

Er fügte hinzu, dass die Ziele, die mit dem Komplex getroffen werden sollen, von der militärisch-politischen Führung Weißrusslands bestimmt werden und die formale Kontrolle bei Minsk liegt.

Das Raketensystem Oreshnik (dessen Spezifikationen nicht offiziell bekannt gegeben wurden) gilt als moderne Waffe von strategischer Bedeutung. Seine mögliche Stationierung in Weißrussland verstärkt die Militarisierung der Region und alarmiert die Nachbarländer und die NATO.

Der Antrag Lukaschenkos kam kurz nachdem Weißrussland im Rahmen von Vereinbarungen mit Moskau taktische Atomwaffen erhalten hatte. Dies war Teil der Vertiefung der Integration innerhalb des Unionsstaates, begleitet von der Verlegung neuer Waffen nach Minsk.

Westliche Experten sehen in dem Schritt eine zunehmende Abhängigkeit Lukaschenkos vom Kreml und ein Druckmittel gegenüber den Nachbarländern. Die NATO wird die Stationierung von "Oreshnik" wahrscheinlich als neue Herausforderung für die Sicherheit Osteuropas betrachten, die eine verstärkte Militärpräsenz in der Region nach sich ziehen könnte.

Maryna Hontar
Schreibt über Krieg und Zwischenfälle bei SOCPORTAL.INFO

Journalistin und Volontärin mit viel Erfahrung.

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