Mehr als 50.000 Robben durch Vogelgrippe getötet - Wissenschaftler schlagen Alarm

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wilde Tiere auf dem Ozean
Ralph Vanstreels/UC Davis
23:00, 20.03.2026

Wissenschaftler haben ein Massensterben von Robben und Seelöwen aufgrund der Vogelgrippe H5N1 festgestellt. Mehr als 50.000 Tiere sind in Südamerika verendet. Forscher warnen: Das Virus breitet sich weiter aus und stellt eine ernste Bedrohung für die Ökosysteme dar.



Der Studie zufolge hat das H5N1-Virus bereits

  • mindestens 36.000 Seelöwen
  • etwa 17.400 Südliche Seeelefanten
  • mehr als 1.000 Seehunde

Ausbrüche wurden an den Küsten von Peru, Chile, Brasilien, Uruguay und Argentinien verzeichnet.

Wissenschaftler sagen, dass Meeressäugetiere besonders anfällig für das Virus sind, das sich ursprünglich auf Vögel ausgebreitet hat.

"Dies ist ein riesiges, noch nie dagewesenes Risiko für den Artenschutz", sagte Studienautorin Christine Johnson.

Details

Das Massensterben der südlichen See-Elefanten im Jahr 2023 war ein besonders alarmierendes Signal.

"Sie wurden zu einer Art Kanarienvogel in der Mine, der vor einem ernsteren Problem warnte", so die Forscher.

Später wurden auch in anderen Regionen, einschließlich der USA, Fälle von Befall registriert.

Warum es wichtig ist

Die Wissenschaftler betonen, dass sich das Virus ständig verändert und das Spektrum der Tiere, die es befallen kann, ausweitet.

Dies birgt gleich mehrere Risiken in sich:

  • massensterben von Meerestieren
  • bedrohungen für seltene und gefährdete Populationen
  • mögliche weitere Ausbreitung

Besonders besorgniserregend sind Arten, die noch nicht von dem Virus betroffen sind, wie die Hawaiianische Mönchsrobbe oder die Seelöwen der Galapagosinseln.

Die Studie zeigt, dass es notwendig ist,:

  • die Überwachung von Wildtieren zu verstärken
  • ausbrüche schneller zu erkennen
  • die Koordination zwischen Ländern und Wissenschaftlern zu verbessern

Die Experten geben auch zu bedenken, dass die Vogelgrippe nur eine der Bedrohungen ist. Meerestiere sind bereits mit dem Klimawandel, Nahrungsmangel und dem Verlust ihres Lebensraums konfrontiert.

Hintergrund

Das H5N1-Virus wurde erstmals 1996 entdeckt und hat sich seitdem fast weltweit verbreitet.

Quelle

Die neue Studie wurde in der Zeitschrift Philosophical Transactions B veröffentlicht und befasst sich mit den Auswirkungen des Virus auf Meeressäuger.

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.