Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt leben in extremer Armut - UN
In armen Ländern liegt die Kindersterblichkeitsrate bei bis zu 8 Prozent.
Mehr als 1,1 Milliarden Menschen auf der Welt leben in extremer Armut. Sie haben keine Wohnung, keinen Zugang zu Medizin, Bildung, Licht, Wasser, Wärme, und es gibt nicht jeden Tag etwas zu essen für sie. Diese erschreckende Statistik wird vom Pressedienst der UNO veröffentlicht.
Die internationale Organisation weist darauf hin, dass fast die Hälfte dieser Menschen in Regionen lebt, die in militärische Konflikte verwickelt sind oder deren Wirtschaft durch Krieg und bewaffnete Auseinandersetzungen gelitten hat.
In Ländern, in denen Kriege andauern, leben 34,8 Prozent der Bevölkerung in Armut, während diese Zahl in friedlichen Regionen bei 10,9 Prozent liegt", heißt es in dem Dokument.
Die UNO weist darauf hin, dass in jedem "Bettler"-Land ein Fünftel der Bevölkerung Hunger leidet, fast ebenso viele Menschen nicht studieren können, die Kindersterblichkeit dort 8 % beträgt und einer von vier Menschen keinen Zugang zu Elektrizität hat.
Kinder sind in dieser Situation am meisten gefährdet, denn die Hälfte der Bedürftigen auf diesem Planeten ist unter 18 Jahre alt. Davon haben 828 Millionen keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen und 886 Millionen leben in unbewohnbaren Wohnungen.
Die UNO bezeichnet Afghanistan als das ärmste Land der Welt. Die Zahl der Bettler in dem Land steigt dramatisch an. So wird die Zahl der armen Menschen in Afghanistan zwischen 2015 und 2023 um 5,3 Millionen steigen, was bedeutet, dass zwei Drittel der Bevölkerung am Rande der Gesellschaft leben.
Kleinere Erfolge bei der Überwindung der Armut verzeichnen: Benin, Kambodscha, die Komoren, das Königreich Eswatini, Kenia, Mosambik, die Philippinen, Tansania und Trinidad und Tobago.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Ukraine nicht in einer besseren Position ist. Wie Reuters im Mai unter Berufung auf Daten der Weltbank berichtete, hat die Zahl der in Armut lebenden Ukrainer ein Drittel der Bevölkerung erreicht, und ein Viertel der Bevölkerung ist gezwungen, an Lebensmitteln zu sparen.
Nach UN-Standards lebt eine Person unterhalb der Armutsgrenze, wenn sie weniger als 5 Dollar pro Tag und weniger als 150 Dollar pro Monat für Wohnen und Essen ausgibt