Deutsche Abgeordnete kritisieren Scholz für seine Weigerung, der Ukraine Panzer zu geben
Scholz' Berater befürchten "rote Linien" und raten ihm, die Lieferung von Panzern an die Ukraine abzulehnen.
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages, Marie-Agnes Struck-Zimmermann, sagte dem RND.
Ihrer Meinung nach ist die Weigerung der deutschen Behörden, der Ukraine Panzer zu geben, ein großer Fehler. Und viele im Bundestag glauben, dass Bundeskanzler Olaf Scholz dafür verantwortlich ist.
Die Weigerung der Bundeskanzlerin, der Ukraine Panzer für den Überlebenskampf zu liefern, ist nicht nur unverständlich, sondern auch erschreckend kurzsichtig. Die Lage, vor allem für die ukrainische Zivilbevölkerung, ist katastrophal. Entschuldigen Sie bitte, aber warum können wir keine Panzer liefern? Vor allem, wenn ich höre, dass die Lieferung von Panzern eine besondere Provokation für Russland wäre, aber wir haben erfolgreich Panzerhaubitzen, Flugabwehrpanzer, Artilleriesysteme und hochwirksame Luftabwehrsysteme geliefert und damit Tausende von Menschenleben gerettet. Jetzt Panzer zu liefern, wäre also eine wichtige Ergänzung zur Ablehnung russischer Positionen.
Struck-Zimmermann glaubt, dass auch das russische Narrativ eine große Rolle spielt. Panzer seien bereits eine "rote Linie", weshalb Scholz' Berater unermüdlich vorschlagen, dass die Kanzlerin die Verlegung von Kampfpanzern und Schützenpanzern in die Ukraine blockiert.