Nicht jeder entwickelt nach Missbrauch in der Kindheit eine Depression
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Trauma + spezifische Genarbeit = höheres Risiko für Depressionen
Wissenschaftler der McGill University haben versucht, eine einfache Frage zu beantworten: warum nicht jeder nach Gewalt oder schweren Ereignissen in der Kindheit eine Depression entwickelt. Sie haben einen möglichen Anhaltspunkt gefunden - ein bestimmtes "Muster" von Genen, das bei einigen Frauen, die ein solches Trauma erlebt haben, mit einem erhöhten Depressionsrisiko verbunden ist.
DieStudie stützte sich auf Daten aus einem großen britischen Biobank-Projekt (Tausende von Menschen: Fragebögen über Kindheit und psychische Gesundheit + genetische Daten). Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf eine Gruppe von Genen, die für Synapsen wichtig sind - die Stellen, an denen Neuronen miteinander "kommunizieren". Störungen in diesem System werden häufig mit Depressionen in Verbindung gebracht.
Das wichtigste Ergebnis: Bei Frauen, die von Missbrauch/Trauma in der Kindheit berichteten, war eine bestimmte Konfiguration des Gennetzwerks (verbunden mit dem Gen STX1A/Syntaxin 1A) mit einem höheren Risiko für Depressionen verbunden. Bei Männern wurde kein solcher Effekt festgestellt - was bedeuten könnte, dass die biologischen "Wege", die Trauma und Depression miteinander verbinden , sich teilweise zwischen den Geschlechtern unterscheiden.
Die Autoren betonen: Es geht nicht darum, dass "das Gen Depressionen garantiert". Vielmehr ist es ein Schritt in Richtung zukünftiger Instrumente, die helfen können, Anfälligkeit früher zu erkennen und rechtzeitig Unterstützung anzubieten. Derzeit werden Depressionen hauptsächlich anhand von Symptomen erkannt, und es gibt in der Routinepraxis fast keine zuverlässigen Biomarker für eine frühzeitige Risikobewertung.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












