Den ganzen Tag schwimmen, um sich zu retten: Russischer Häftling bei der Bombardierung des Wasserkraftwerks Kakhovka
Nach der Bombardierung des Kakhovska-Wasserkraftwerks tun die Besatzer weiterhin so, als ob "dies der Plan sei". Sie evakuieren die Zivilisten nicht, lassen die Menschen sterben und lassen auch ihr Militär im Stich. Außerdem wird den Besatzern gedroht, dass sie erschossen werden, wenn sie versuchen, ihr Leben zu retten.
Gestern hat das ukrainische Militär einen der russischen Eindringlinge gefangen genommen, der buchstäblich von Nowaja Kachowka aus hineingesegelt war. Ein Video des Verhörs des Gefangenen ist im Internet aufgetaucht, in dem er sich über sein Kommando beschwert.
Nach Angaben des Insassen kam er Ende Mai 2023 in der Gegend von Nowaja Kachowka an und war auf einem Beobachtungsposten stationiert. Er wusste nichts von den Plänen zur Sprengung des Stausees. Er sagt, er habe gegen 2 Uhr morgens eine Explosion gehört. Daraufhin kontaktierten die Besatzer ihre Kommandeure.
Sie baten um Informationen, aber sie sagten uns nichts Konkretes. Sie sagten uns, wir sollten uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern, dort bleiben und nichts tun", sagt der Bewohner.
Als das Wasser näher kam, versicherten uns die russischen Kommandeure immer wieder, dass alles in Ordnung sei und weigerten sich, das Militär zu evakuieren. Andernfalls wurde ein Fluchtversuch als Fahnenflucht angesehen und mit der Hinrichtung bedroht.
Als der Wasserstand gefährlich wurde, bauten die Russen Flöße aus improvisierten Mitteln und schwammen in Richtung des ukrainisch kontrollierten Gebiets. Das Floß trieb in die Büsche, wo sie vom ukrainischen Militär entdeckt wurden.