Polnischer Präsident unterzeichnet neues Gesetz zur Hilfe für Ukrainer
Das unterzeichnete Dokument verlängert den legalen Aufenthalt ukrainischer Bürger, die vor dem Krieg geflohen sind, in Polen bis zum 4. März 2027.
Der polnische Präsident Karol Nawrocki hat ein Gesetz unterzeichnet, das die im bisherigen Gesetz über die Hilfe für ukrainische Bürger vorgesehenen Entscheidungen aufhebt. Gleichzeitig werden die wichtigsten Hilfsinstrumente nicht verschwinden, sondern in das neue Gesetz über die Gewährung von Schutz für Ausländer überführt, berichtete RMF24.
Nach den neuen Regeln bleibt der legale Aufenthalt für alle Ukrainer, die vor dem Krieg geflohen sind, sowie für ukrainische Bürger mit erweiterten Dokumenten aufgrund der umfassenden russischen Invasion erhalten. Sie werden bis zum 4. März 2027 einen legalen Aufenthalt in Polen beantragen können.
Eine Neuerung war die Anforderung, innerhalb von 30 Tagen nach der Einreise eine PESEL-Nummer (UKR) zu erhalten. Wird die Nummer nicht rechtzeitig vorgelegt, gilt dies als Ablehnung des vorübergehenden Schutzes.
Der Präsident betonte, dass Polen die Ukraine weiterhin in ihrem Kampf gegen die russische Aggression unterstützt, aber die "Phase der bedingungslosen Privilegien" für Ukrainer geht zu Ende.
Die Sozialleistungen werden gekürzt: Medizinische Versorgung erhalten nur noch Minderjährige, Erwerbstätige, Opfer von Folter und Vergewaltigung sowie schutzbedürftige Gruppen in Sammelunterkünften. Nicht arbeitende Personen erhalten die gleiche medizinische Versorgung wie andere Ausländer.
Bis zum Ende des Schuljahres werden die Leistungen für Schulkinder beibehalten: finanzielle Unterstützung, kostenlose Beförderung, Vorbereitungskurse, zusätzlicher Polnischunterricht und flexible Bedingungen für Lehrer. Danach werden die Schulen zu den normalen Regeln übergehen.
Das neue Gesetz hebt das System der gesonderten Sonderhilfe für ukrainische Flüchtlinge auf, das seit 2022 in Kraft ist, und führt ein gemeinsames System des vorübergehenden Schutzes für alle Ausländer ein, das eine Kombination aus Unterstützung und Gleichbehandlung gewährleistet.
Zuvor, im November 2025, hatte Karol Nawrocki gesagt, dass dies das letzte Mal sei, dass er ein Gesetz über die Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge unterzeichnen werde, wobei er auf die Notwendigkeit der Rechenschaftspflicht und der Gleichbehandlung aller nationalen Minderheiten hinwies.