Psychologen haben herausgefunden, warum wir plötzlich von potenziellen Partnern abgestoßen werden

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"Igitt": wenn eine plötzliche Abneigung mehr sagt als ein schlechter Haarschnitt
Kredit: CC0 Public Domain
07:30, 20.02.2025

Drei Psychologen der Azusa Pacific University (USA) haben eine neue Hypothese über die Natur des so genannten "ick" aufgestellt - eine unerwartete Abneigung, die einem potenziellen Dating-Partner widerfährt.



Sie glauben, dass hinter diesem Phänomen mehr steckt als nur die Verärgerung über ein unglückliches Outfit oder eine seltsame Angewohnheit.

Ein kurzer Blick auf das Konzept des Ekels

Der Begriff "the ick" entstand in den späten 1990er Jahren, nachdem er in der Fernsehserie Ally McBeal erwähnt wurde. Heute wird er häufig verwendet, um ein plötzliches Gefühl der Ablehnung gegenüber einer Person zu bezeichnen, mit der alles normal zu laufen schien, aber irgendwann beginnt etwas in ihrem Verhalten (oder ihrem Aussehen), sie abzustoßen. Das kann der "letzte Strohhalm" in einer Beziehung sein, wenn ein Makel, wie klein er auch sein mag, plötzlich unüberwindbar erscheint.

Was Psychologen untersucht haben

Die Autoren der Studie - Brian Collisson, Eliana Saunders und Chloe Yin (Brian Collisson, Eliana Saunders, Chloe Yin) - veröffentlichten eine Studie in der Zeitschrift Personality and Individual Differences (2025). Sie stellten die Hypothese auf, dass das "Yik" mit instinktiven Mechanismen zusammenhängen könnte, die eine Person vor potenziell unsicheren Situationen schützen. Wenn zum Beispiel ein Partner Lebensmittel isst, die lange im Kühlschrank gelegen haben, kann dies im Unterbewusstsein die Befürchtung auslösen, dass eine solche Person die Gesundheit künftiger Kinder gefährdet oder deren Sicherheit aufs Spiel setzt.

Experiment: TicToc und Umfragen

Die Forscher versammelten eine Gruppe von 125 erwachsenen Freiwilligen, die bereits "ick" in einer Beziehung erlebt hatten. Sie wurden gebeten, sich TikTok-Videos von Menschen anzusehen, die verschiedene Gewohnheiten oder Verhaltensweisen an den Tag legen. Die Teilnehmer hielten Momente fest, in denen sie eine plötzliche Ablehnung erlebten.

  • Frauen notierten eher frühere "ick"-Erlebnisse und reagierten stärker auf Auslöser.
  • Ekelempfindlichkeit und ein Hang zum Perfektionismus sind Faktoren, die den "Ekel"-Effekt verstärken. Menschen, die generell zimperlich sind, reagierten häufiger und lebhafter auf diese Situationen.
  • AuchNarzissmus korreliert mit der Tendenz, sich zu ekeln: Narzissten sehen die "Fehler" anderer stärker und urteilen schneller über sie.

Was das bedeutet

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das "hic" eine Art psychologisches Werkzeug sein könnte, das dabei hilft, potenzielle Partner schnell (wenn auch manchmal unnötig hart) zu durchleuchten. Im Grunde ist es mit Instinkten verbunden, die helfen, unsichere oder unerwünschte Situationen für sich selbst oder die Nachkommen zu vermeiden.

Eine übermäßige "Empfindlichkeit" gegenüber kleinen Fehltritten anderer Menschen führt jedoch zu einer hohen Schwelle für das Aussieben von Menschen, was die Bildung langfristiger Beziehungen beeinträchtigen kann. Einfach ausgedrückt: "hic" ist manchmal nützlich, kann aber zu kategorisch sein und verkennt, dass echte Beziehungen komplexer sind als eine einzelne Handlung (wie unangenehm auch immer).

Psychologen betrachten das plötzliche Gefühl des Ekels als Teil der zugrunde liegenden Mechanismen der Partnerwahl. Es ist ein "rotes Fähnchen", das sagt: "Hier stimmt etwas nicht". Aber wenn Sie sich allein auf die sofortigen Gefühle verlassen, könnten Sie eine potenziell gute Beziehung verpassen.

Quelle: Collisson B., Saunders E., Yin C. "The ick: Disgust sensitivity, narcissism, and perfectionism in mate choice thresholds", Personality and Individual Differences (2025). DOI: 10.1016/j.paid.2025.113086

Maria Grynevych

Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.

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