Riesige Fledermäuse mit einer Flügelspannweite von bis zu 30 cm wurden in Mexiko entdeckt
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Zum ersten Mal in der Geschichte sind in Mexiko riesige Fledermäuse entdeckt worden.
Im mexikanischen Dschungel des Bundesstaates Chiapas haben Wissenschaftler eine unerwartete Entdeckung gemacht: zwei erwachsene Vertreter einer der größten Fledermausarten der Neotropis - Phyllostomus hastatus, die Große Speernasenfledermaus - wurden in der Höhle eines uralten Kapokbaums gefunden. Dies ist die allererste Entdeckung dieser Art in Mexiko, so die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Check List veröffentlichte Studie.
Die Entdeckung erweitert das Verbreitungsgebiet der Art um 120 Kilometer nordwestlich ihres nächsten Fundortes in Guatemala, so die Autoren.
"Dies ist die erste bestätigte Beobachtung von Phyllostomus hastatus in Mexiko und das erste Mal, dass die Art Ceiba pentandra Bäume als Unterschlupf nutzt", betonen die Forscher.
Die Große Speernasenfledermaus ist nicht nur ein exotisches Tier. Sie ist die zweitgrößte Fledermaus in der Neotropis. Dem Artikel zufolge hat sie einen "großen und gut entwickelten Körper, kräftige Flügel, die es ihr ermöglichen, beträchtliche Entfernungen zurückzulegen", sowie charakteristische Merkmale: große "speerförmige" Nasenblätter, die zur Echoortung verwendet werden, eine Unterarmlänge von bis zu 3 Zoll (fast 8 cm), das Vorhandensein eines Schwanzes und dunkelbraunes Fell und Haut.
"Das Vorhandensein von Merkmalen wie den entwickelten Nasenstrukturen und der enormen Größe dieser Individuen hat uns sofort klar gemacht, dass es sich um Phyllostomus hastatus handelt, der bisher in Mexiko nicht beschrieben wurde", erklärten die Wissenschaftler.
Angesichts der Einzigartigkeit des Fundes und der Fragilität des Ökosystems drängen die Forscher darauf, dass die Art dringend in die Liste der geschützten Tiere des Landes aufgenommen wird.
"Dies könnte die einzige Population dieser Art in ganz Mexiko sein", betonen die Autoren der Studie J. Manuel Aranda-Coelho, L. Arturo Hernandez-Mihangos und Manuel Weber.
Aber die Entdeckung ist nur ein Teil der Geschichte. Die Forscher warnen: Die Situation in der Region bleibt alarmierend. Die lakandonischen Regenwälder, in denen die Mäuse entdeckt wurden, werden aktiv abgeholzt. Der Grund dafür ist die Einmischung des Menschen und die illegale Gewinnung von natürlichen Ressourcen.
"Die Zerstörung des Lebensraums durch Abholzung und menschliche Aktivitäten kann das Überleben der neuen Population gefährden", heißt es in dem Artikel.
Die Entdeckung selbst fand im Gebiet des Lakantun-Flusses statt, in der Nähe eines gut erhaltenen Stücks unberührten Dschungels. Dort, in der Höhle eines Kapokbaums - dem Symbol des tropischen Mesoamerikas - versteckten sich die ungewöhnlichen Flieger.
Frühere Phyllostomus hastatus waren in Mittel- und Südamerika bekannt, einschließlich Amazonien. Aber nördlich von Guatemala wurde die Art noch nicht gesehen. Wissenschaftler sagen, dass dies bedeuten könnte, dass das Verbreitungsgebiet dieser Fledermäuse größer ist als bisher angenommen, oder dass der Klimawandel und die Zerstörung von Lebensräumen die Tiere dazu zwingen, neue Gebiete zu suchen.
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Mykola Potyka verfügt über ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen. Mykola schreibt auf interessante Weise über Dinge, die ihn interessieren.












