Rumänien sagt, ob sie an den Sieg der Ukraine über Russland glauben
Die meisten Rumänen bezweifeln, dass der Krieg noch in diesem Jahr beendet wird.
Fast die Hälfte der rumänischen Einwohner glaubt, dass Moskau die besseren Chancen hat, den russisch-ukrainischen Krieg zu gewinnen. Das zeigen die Ergebnisse einer INSCOP-Umfrage im Auftrag des New Strategy Centre.
Der Umfrage zufolge sagen 44,5% der Befragten einen Sieg Russlands voraus, während nur 23,4% an einen Erfolg der Ukraine glauben. Weitere 32,2 Prozent konnten sich nicht entscheiden oder verweigerten die Antwort.
Dies ist eine deutliche Umkehrung der öffentlichen Meinung im Vergleich zum Mai 2022: Damals erwarteten 50% der Rumänen einen Sieg der Ukraine und nur 26,1% einen Sieg Russlands.
Politische Sympathien haben einen spürbaren Einfluss auf die Bewertungen. Unter den Anhängern der rechtsextremen Allianz für die Vereinigung der Rumänen sind 61 Prozent von einem russischen Sieg überzeugt. Bei den Wählern der Sozialdemokraten sind 38% dieser Meinung, bei den Nationalliberalen - 26% und bei den Anhängern der Union zur Rettung Rumäniens - 30%. Gleichzeitig ist der Glaube an den Sieg der Ukraine bei den Wählern der Union zur Rettung Rumäniens und der Nationalliberalen stärker - dort erwarten bis zu 50% einen Erfolg Kiews.
Die Mehrheit der Rumänen glaubt auch, dass das Ende des Krieges in erster Linie von Moskau abhängt: 53,3% glauben, dass ein Frieden erst nach dem Abzug der russischen Truppen und der Rückgabe der besetzten Gebiete an die Ukraine möglich ist. Gleichzeitig sind 35,4 Prozent der Meinung, dass Kiew Zugeständnisse machen sollte, um die Feindseligkeiten zu beenden.
Mehr als 60 Prozent der Befragten bezweifeln, dass der Krieg in diesem Jahr beendet wird: 38,5 Prozent halten ein solches Szenario für "sehr unwahrscheinlich" und weitere 24,5 Prozent für "ziemlich unwahrscheinlich".
Die Umfrage wurde vom 28. Dezember bis zum 6. Februar unter 1.100 erwachsenen Befragten durchgeführt. Die Fehlermarge liegt bei etwa 3%.
Vor dem Hintergrund dieser Stimmungen berichtete Politico am 13. Februar über einen weiteren alarmierenden Trend: Die Einwohner der Vereinigten Staaten, Kanadas, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands geben zunehmend die Wahrscheinlichkeit eines dritten Weltkriegs in den nächsten fünf Jahren zu. Mehr als 40% der Befragten halten dieses Szenario für eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich - aber nicht jeder ist bereit, eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben zu unterstützen, um einen globalen Konflikt zu verhindern.