Russische Dagger- und Iskander-Hersteller umgehen Sanktionen durch Bezug von Komponenten aus Europa
Auftragnehmer von Unternehmen, die russische Raketen, insbesondere die Kinzhal und Iskander, herstellen, erhalten weiterhin Waren aus Europa und umgehen die westlichen Sanktionen
Der Insider fand heraus, dass die russischen Hersteller der Kinzhal- und Iskander-Raketen trotz Sanktionen Komponenten aus Europa beziehen.
Die Kinzhal- und Iskander-Raketen werden von dem in Kolomna ansässigen Unternehmen Mashinostroenie Design Bureau hergestellt, das Teil der Holding High-Precision Complexes der Rostec State Corporation ist.
- Für die Raketenproduktion erhält das Unternehmen amerikanische Mikrochips von Texas Instruments, Analog Devices und Altera dank der in Moskau ansässigen ETC Electronics LLC, die Mikrochips über das chinesische Unternehmen ETC Electronics Limited importiert.
- Die Drehbänke für die Raketenproduktion wurden von KEB-Rus geliefert, einem Partner des deutschen Unternehmens KEB, einem Lieferanten von Komponenten und Entwickler von Kontrollsystemen für technologische Prozesse und darauf basierende Anlagen. Während des gesamten Krieges importierte KEB-Rus u.a. Kabel aus Deutschland.
- Ein weiterer Lieferant, Mir Stanochnik, belieferte das Konstruktionsbüro für Maschinenbau mit Werkzeugen des Herstellers Sandvik, die es wiederum von der IR-Logistik GMBH aus Berlin erhält.
- Das Forschungsinstitut für elektronische Geräte, das die "Gehirne" für die Dagger herstellt, hat einen Auftragnehmer, JSC Radiant-EK. Er lieferte auch integrierte Schaltkreise an das Unternehmen aus Kolomna. "Radiant-EK" importiert nach 2022 Spulen und Bänder für die Schutzverpackung von elektronischen Bauteilen aus Deutschland. Der Versender ist die Advantek GmbH.
- Bei den Lieferungen an den russischen Raketenhersteller, so die Ermittler, handelt es sich auch um UAB Breitto aus Litauen, Baltic Shipping Agency LTD Sp. z o.o. aus Polen, UAB CUST LT ebenfalls aus Litauen, Hermis Ekspo SIA aus Lettland, Groupe DʼInvestissement Financier SA aus Belgien, Aberlink Ltd aus Großbritannien und andere.
Bei den Lieferungen an den russischen Raketenhersteller handelt es sich nach Angaben der Ermittler auch um UAB Breitto aus Litauen, Baltic Shipping Agency LTD Sp. z o.o. aus Polen, UAB CUST LT ebenfalls aus Litauen, Hermis Ekspo SIA aus Lettland, Groupe DʼInvestissement Financier SA aus Belgien, Aberlink Ltd aus dem Vereinigten Königreich und andere.
Trotz der Sanktionen hat die Raketenproduktion in Russland das Vorkriegsniveau überschritten.
Wie Socialportal bereits berichtet hat, unterstützt Kasachstan die Entscheidung der EU über Sanktionen gegen Russland.