Russische Föderation erhebt nicht mehr Anspruch auf die gesamte Region Donezk: Erdogans Details genannt

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat erklärt, dass sich die Haltung Russlands zum Krieg gegen die Ukraine in den letzten Monaten deutlich geändert hat.

Ihm zufolge geht es nicht um das endgültige Abkommen, sondern um die Bildung eines Rahmens, in dem es möglich wurde, über einen Waffenstillstand und zukünftige Sicherheitsgarantien zu sprechen. Dies wird von tgrthaber.com berichtet.

Was genau sagte Fidan

Nach Angaben des türkischen Außenministers tauschten die Seiten bei der dritten Runde der Kontakte in Istanbul zum ersten Mal "substanzielle" Positionen aus, die dann auf eine breitere politische Ebene getragen wurden - bis hin zur Diskussion bei dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Alaska. Fidan bezeichnete diesen Moment als "den Anfang vom Ende" - nicht des Krieges an sich, sondern der Ungewissheit über die Parameter einer möglichen Einigung.

Was die Türkei als Änderung der Position Moskaus ansieht

Fidan argumentiert, dass Russland nicht mehr auf der vollständigen Kontrolle aller Gebiete in den vier besetzten Regionen besteht. Stattdessen, sagt er, wird diskutiert:

  • die Festsetzung der Frontlinie in der Region Saporischschja;

  • die Sicherung von 25-30 Prozent des Gebiets der Region Donezk für die Russische Föderation;

  • die Formalisierung dieser Bedingungen durch einen internationalen Mechanismus für Sicherheitsgarantien.

Warum das wichtig ist

Laut Fidan könnte diese Konstellation die Grundlage für ein künftiges Abkommen bilden: Das Vorhandensein externer Garantien verringert das Risiko eines Bruchs des Waffenstillstands und schafft Raum für einen weiteren politischen Dialog. Gleichzeitig betont der Minister, dass dies für die Ukraine ernsthafte Herausforderungen mit sich bringt - von möglichen territorialen Zugeständnissen bis hin zu der Notwendigkeit, ein langfristiges Sicherheitssystem aufzubauen und gleichzeitig den Druck von Russland aufrechtzuerhalten.

Die Türkei hat sich stets als Plattform für den Dialog und als Kommunikationskanal zwischen den Parteien positioniert. Nach Ankaras Version waren es die Istanbuler Kontakte, die es ermöglichten, die Meinungsverschiedenheiten zu "digitalisieren" und eine Reihe von Optionen zu formulieren, die nun auf der Ebene der Staatsoberhäupter und Verbündeten diskutiert werden. Fidan weist jedoch auf einen besonderen Punkt hin: Wir sprechen über die Dynamik der Positionen, nicht über eine erzielte Einigung - politische Hindernisse und Differenzen bleiben bestehen.

Wenn sich die von der Türkei angekündigten Verschiebungen in der Praxis bestätigen, könnte die nächste Stufe eine Diskussion über die Parameter des Waffenstillstands, die Überprüfung der Einhaltung und die Zusammensetzung der internationalen Garanten sein. Entscheidend werden jedoch die Zustimmung Kiews und die Fähigkeit externer Akteure sein, die Zuverlässigkeit der Vereinbarungen zu gewährleisten.