SBU entwaffnet Agentennetzwerk, zu dem auch Mitglieder der ukrainischen Spezialdienste gehörten

SBU

Der SBU hat ein FSB-Agenten-Netzwerk entwaffnet, zu dem ehemalige und aktuelle Beamte der ukrainischen Spezialdienste gehörten.

Der SBU hat ein mächtiges Agentennetzwerk des militärischen Spionagedienstes FSB, das in der Ukraine operiert, neutralisiert. Dies teilte der SBU am 6. Februar mit.

Als Ergebnis einer mehrstufigen Spezialoperation wurden fünf Mitglieder der feindlichen Gruppe in verschiedenen Regionen der Ukraine festgenommen. Unter ihnen befinden sich ehemalige Beamte der Hauptdirektion des Nachrichtendienstes des Verteidigungsministeriums und des Auslandsnachrichtendienstes der Ukraine sowie ein Mitarbeiter der regionalen Abteilung des SBU", heißt es in dem Bericht.

Die Aufgabe dieses Agentennetzwerks bestand darin, der Russischen Föderation Informationen über die Verteidigungskräfte und strategisch wichtige Energieanlagen der Ukraine zu übermitteln.

Den Ermittlungsunterlagen zufolge wurde der ehemalige ausländische Geheimdienstmitarbeiter noch vor der groß angelegten Invasion während seines Dienstes vom FSB rekrutiert. Er sammelte Informationen über die Standorte des ukrainischen Militärs und über die Kanäle für den Transfer ausländischer Waffen in die Ukraine.

Der russische Agent übermittelte dem FSB auch geheime Informationen über die Besonderheiten des Betriebs und des Sicherheitssystems der Kernkraftwerke Rivne und Khmelnytskyi.

Ein weiterer russischer Agent, der zuvor in der GUR gedient hatte, gab persönliche Daten von ukrainischen Verteidigern an den Aggressor weiter. Ein weiterer Agent, ein Mitarbeiter des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU), kundschaftete für die Besetzer geografische Standorte von Befestigungsanlagen und technischen Barrieren in der Nähe der Küstenlinie der Region Odessa aus.

Laut den Ermittlungen rekrutierte der FSB die Mitglieder der Gruppe unter anderem mit der Drohung, ihre Familien zu töten. Darüber hinaus erhielten die Angreifer für jede erledigte Aufgabe Gelder aus der Russischen Föderation, - so der SBU.

Die SBU-Ermittler informierten fünf Teilnehmer des russischen Agentennetzwerks über einen Verdacht gemäß Artikel 111 des Strafgesetzbuchs der Ukraine (Hochverrat).

Sie haben eine Maßnahme der Zurückhaltung in Form von Haft gewählt worden. Die Ermittlungen werden fortgesetzt, um alle feindlichen Komplizen vor Gericht zu bringen.