Scholz spricht sich für weitere militärische Unterstützung der Ukraine aus

Jana Rodenbusch/Reuters

Deutschland sieht Putins Krieg als invasiv und ungerecht an.

Berlin sollte bereit sein, die militärische Unterstützung für die Ukraine vor dem Hintergrund der schwächer werdenden Unterstützung durch andere Verbündete zu verstärken. Dies sagte Bundeskanzler Olaf Scholz auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, wie n-tv berichtete.

Dieser Krieg wird wahrscheinlich nicht so bald enden, was bedeutet, dass die Ukraine Unterstützung braucht", betonte er.

Scholz betonte, dass die Hilfe für Kiew langfristig angelegt sein sollte und dass die deutschen Politiker dies berücksichtigen sollten.

Es ist wichtig, dass wir das tun können, was für eine lange Zeit notwendig ist, nämlich die Ukraine weiterhin in ihrem Kampf zu unterstützen", sagte Scholz.

Ihm zufolge sollte Deutschland darauf vorbereitet sein, dass es "noch mehr tun muss, wenn andere geschwächt sind", und deshalb sollten in Berlin schon jetzt Entscheidungen getroffen werden, "damit wir es tun können."

Der Bundeskanzler stellte fest, dass sich Europa in einer schwierigen und gefährlichen Lage befindet, in der seine Sicherheit nicht mehr so unantastbar erscheint wie früher. Gleichzeitig betonte er, dass der Gedanke der Grenzen und der guten Nachbarschaft zu einer der Prioritäten der EU werden sollte.

Mit dem Einmarsch in die Ukraine hat der Kreml der Sicherheit in Europa ein Ende gesetzt, deshalb muss es Klarheit geben, die Grenzen in Europa werden nicht mehr mit Gewalt verschoben", sagte er.

Scholz sprach sich auch klar für eine weitere militärische Unterstützung der Ukraine aus: "Präsident Putin kann nicht erwarten, dass wir nachgeben."