Situation geht in Richtung Senkung des Mobilisierungsalters - Leiter des Fonds "Back Alive"
Der Leiter der Turn Live Foundation, Taras Chmut, sagte, dass die Diskussion über eine mögliche Herabsetzung des Mobilisierungsalters in der Ukraine Fragen über die strategische Zukunft des Landes aufwirft.
Die Behörden sind sich des Problems der sinkenden Zahl junger Menschen im Lande bewusst, zögern aber, die Mobilisierungsschwelle zu ändern, weil dies langfristige Folgen haben könnte. Laut Chmut sollte es eine der Aufgaben des Staates sein, daran zu arbeiten, die Ukraine für junge Menschen attraktiv zu machen - dies könnte dazu beitragen, die Abwanderung ins Ausland zu verringern und die Motivation derjenigen, die bleiben, zu erhöhen, das Land zu verteidigen.
Er wies jedoch auch darauf hin, dass schwerwiegende Faktoren, wie die Bedrohung durch russische Lenkbomben, dazu beitragen, dass der Wunsch, den Streitkräften beizutreten, nicht vorhanden ist. Dieses Problem ist noch nicht wirksam angegangen worden und hat einen erheblichen Einfluss auf die Einstellung der Menschen zum Dienst.
Darüber hinaus betonte Chmut Probleme mit der Ausbildung und den Kommandoebenen, die sich auf Kampfeinsätze auswirken. Die unzureichende Ausbildung des Führungspersonals kann zu einem ernsthaften Hindernis für die Verbesserung der Effizienz der ukrainischen Armee werden.
Der Abgeordnete Vadym Ivchenko sagte im öffentlichen Rundfunk, dass die ukrainischen Streitkräfte zwar junge Kämpfer brauchen, um schwere körperliche Aufgaben zu erfüllen, dass aber die Frage der Herabsetzung des Mobilisierungsalters auf 20 Jahre in der Werchowna Rada noch nicht diskutiert wird. Er fügte hinzu, dass es für Menschen im Alter von 47-50 Jahren schwieriger ist, körperlich anspruchsvolle Kampfaufgaben zu erfüllen, aber der Bedarf an jungen Kämpfern bedeutet nicht, dass ihr Alter gesenkt werden sollte - vielmehr sind strukturelle Änderungen erforderlich, um die Effektivität im Kampf zu erhöhen.
Die Frage der Herabsetzung des Mobilisierungsalters bleibt also offen und umstritten.