Medien: Rund 30 Länder fordern das IOC auf, Russen und Weißrussen von den Olympischen Spielen 2024 auszuschließen
Frankreich, Gastgeber der Olympischen Spiele 2024, unterstützte die Aussetzung.
Politico hat den Text eines Appells an das IOC veröffentlicht:
Solange diese grundlegenden Fragen und der erhebliche Mangel an Klarheit und konkreten Details bezüglich der Gültigkeit des "Neutralitäts"-Modells nicht geklärt sind, sind wir nicht damit einverstanden, dass russische und weißrussische Athleten an Wettkämpfen teilnehmen dürfen.
In dem Brief wiesen rund 30 Länder auf die Verbindungen zwischen Sport und Militär in Russland und Weißrussland hin:
In Russland und Weißrussland sind Sport und Politik eng miteinander verwoben. Es gibt keinen praktischen Grund, von der Ausschlussregelung für russische und weißrussische Sportler abzuweichen, die das IOC in seiner Erklärung vom 28. Februar 2022 festgelegt hat.
Wir bezweifeln ernsthaft, dass es für russische und belarussische Olympioniken realistisch ist, unter neutraler Flagge anzutreten - unter der Bedingung des IOC, sich nicht mit ihrem Land zu identifizieren -, wenn sie direkt von ihren Regierungen finanziert und unterstützt werden, anders als beispielsweise professionelle Tennisspieler.
Die engen Verbindungen der russischen Athleten mit dem russischen Militär geben ebenfalls Anlass zur Sorge.
Unser kollektiver Ansatz war daher nie, nur aufgrund der Nationalität zu diskriminieren, aber diese ernsthaften Bedenken sollten vom IOC berücksichtigt werden.
Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören: Österreich, Belgien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Island, Irland, Südkorea, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Schweden.