Stress wegen des Studiums mit 15 mit depressiven Symptomen mit 22 verbunden - Studie

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Akademischer Druck im Alter von 15 Jahren ist mit schwereren Symptomen von Depressionen vor dem Alter von 22 Jahren verbunden

Teenager, die im Alter von 15 Jahren starken Druck beim Lernen verspüren, berichten später im Leben häufiger über Symptome von Depressionen - und dieser Zusammenhang bleibt über viele Jahre hinweg bestehen, bis zum Alter von 22 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des University College London (UCL) in einer in The Lancet Child & Adolescent Health veröffentlichten Studie.

Wie die Studie durchgeführt wurde

Die Forscher verwendeten Daten aus dem britischen Langzeitprojekt ALSPAC ("Children of the 90s"): 4.714 Jugendliche, die zwischen 1991 und 1992 geboren wurden. Der akademische Druck wurde im Alter von 15 Jahren anhand eines Fragebogens (Skala 0-9) gemessen - einschließlich der Angst vor akademischen Leistungen, des Gefühls, zu Hause unter Druck gesetzt zu werden, und der Wichtigkeit, Prüfungen "richtig" zu machen.

Im Alter von 16 bis 22 Jahren wurden dann fünfmal die Symptome von Depressionen und im Alter von 16 bis 24 Jahren viermal die Selbstverletzungen beobachtet.

Was sie fanden

  • Jeder Blutdruckwert von +1 im Alter von 15 Jahren war mit durchschnittlich +0,43 Punkten auf der Skala für depressive Symptome verbunden (nach Berücksichtigung von Komorbiditäten). Der Zusammenhang war im Alter von 16 Jahren stärker(+0,53), blieb aber im Alter von 22 Jahren bestehen(+0,35).

  • Zur Selbstverletzung: Jeder +1 Druckwert entsprach etwa +8% der Wahrscheinlichkeit, sich selbst zu verletzen (aOR 1,08), und der Effekt "verschwand" nicht mit der Nachbeobachtungszeit.

Was dies bedeutet

Die Autoren weisen darauf hin, dass akademischer Druck ein potenziell modifizierbarer Risikofaktor ist. Das heißt, wenn Schulen und das Bildungssystem die "Überlastung" reduzieren können (z. B. durch eine andere Strukturierung der Benotung, die Förderung sozial-emotionaler Fähigkeiten, eine Änderung der Schulkultur), könnte dies dazu beitragen, Depressionen und Selbstverletzungen bei Jugendlichen zu verringern.

Wichtige Vorbehalte

Die Studie ist eine Beobachtungsstudie - sie zeigt einen Zusammenhang, beweist aber nicht, dass Druck direkt Depressionen verursacht. Außerdem waren die Teilnehmer in den Jahren 2006-2007 15 Jahre alt. Die Autoren weisen daher gesondert darauf hin, dass aktuellere Daten benötigt werden (angesichts der nachfolgenden Reformen und der Pandemie).