Therapiehunde verringern die Angst älterer Patienten in Krankenhäusern
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Selbst das modernste Krankenhaus bleibt ein Ort des Stresses und der Herausforderung.
Für ältere Menschen ist dies besonders akut: Enge Abteilungen, eingeschränkte Mobilität, komplexe Verfahren und Einsamkeit führen oft zu Angstzuständen und depressiven Stimmungen.
Bis 2050 wird sich die Zahl der älteren Menschen auf der Welt voraussichtlich verdoppeln und in den 2070er Jahren bei über 2,2 Milliarden liegen. Fast ein Drittel von ihnen leidet unter depressiven Symptomen, die sich direkt auf ihre Lebensqualität und die Geschwindigkeit ihrer Genesung von der Krankheit auswirken. Vor diesem Hintergrund sind einfache Möglichkeiten, das emotionale Wohlbefinden der Patienten zu unterstützen, besonders wertvoll. Eine kürzlich durchgeführte Pilotstudie hat gezeigt, dass selbst ein kurzes Treffen mit einem Therapiehund Ängste deutlich reduzieren und die Stimmung verbessern kann. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Mars Waltham Petcare Science Institute hervor.
Wie die Studie durchgeführt wurde
Ein Team von Wissenschaftlern, das vom Mars Waltham Petcare Science Institute unterstützt wurde, beschloss zu testen, ob kurze, strukturierte Besuche von Therapiehunden älteren Patienten helfen könnten, sich besser zu fühlen.
An dem Experiment nahmen Menschen im Alter von 59 Jahren und älter teil, die mindestens fünf Tage im Krankenhaus gelegen hatten. Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt:
eine Gruppe interagierte an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils 20 Minuten lang mit einem Therapiehund und seinem Führer;
die zweite Gruppe traf sich nur mit dem Führer, ohne den Hund;
die dritte Gruppe erhielt eine Standard-Krankenhausbehandlung ohne zusätzliche Besuche.
Ergebnisse: der Hund als "Moment der Ruhe"
Die Ergebnisse waren eindeutig: Der Hund wirkte wie ein Therapeut. Die Patienten, die Zeit mit den Therapiehunden verbrachten, berichteten unmittelbar nach jeder Sitzung über einen deutlichen Rückgang ihrer Ängste und eine verbesserte Stimmung.
In der Gruppe, in der nur der Hundeführer anwesend war, wurden keine derartigen Veränderungen festgestellt. Dies unterstreicht, dass die Wirkung speziell auf die Anwesenheit des Tieres und nicht nur auf die menschliche Begleitung zurückzuführen ist.
Darüber hinaus bewerteten die Teilnehmer in der 'Hunde'-Gruppe ihre Erfahrung deutlich höher als diejenigen, die nur die Standardbetreuung erhielten. Sie beschrieben die Treffen als einen "Moment der Ruhe" und einen "Hauch von Leben" während einer schwierigen Phase der Behandlung.
Langfristig - einen Tag, einen Monat und sechs Monate nach der Studie - wurden keine ausgeprägten Veränderungen der Depressionswerte festgestellt. Dies deutet darauf hin, dass die Wirkung von Therapiehunden schnell und in erster Linie emotional ist: Sie hilft, die schwierigsten Momente zu überstehen, kann aber keine umfassende psychologische Hilfe ersetzen.
Die Wissenschaftler ziehen eine vorsichtige, aber wichtige Schlussfolgerung: Selbst kurze Besuche von Therapiehunden können ein einfaches und wirksames Mittel sein, um Stress und Ängste in Krankenhäusern zu reduzieren, insbesondere bei älteren Patienten. Diese Form der Interaktion vermittelt ein Gefühl von Wärme, Fürsorge und emotionaler Verbundenheit, das während der Behandlung oft fehlt.
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Maria Grynevych, Projektmanagerin, Journalistin, Mitautorin des Reiseführers Heilige Berge der Dnjepr-Region, Vortragskurs: Kultische Topographie der mittleren Dnjepr-Region.












