Ukraine bittet NATO und Türkei, Russland zu beeinflussen, um den Getreidehandel zu blockieren

DW

Aufgrund der Verlangsamung auf russischer Seite gibt es jetzt eine Warteschlange von 140 Schiffen im Bosporus.

Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba und des stellvertretenden Ministerpräsidenten für den Wiederaufbau der Ukraine Oleksandr Kubrakov hervor.

Das Dokument besagt, dass Russland versucht, den Betrieb des "Getreidekorridors" zu blockieren. Die Ukraine hat die UN und die Türkei um Hilfe gebeten.

Die Ukraine ist zutiefst besorgt über die destruktiven Aktionen Russlands, die die Arbeit des "Getreidekorridors" durch das Schwarze Meer verzögern und die Schwarzmeer-Getreide-Initiative insgesamt untergraben, indem sie die Schifffahrt im Schwarzen Meer und den freien Zugang von Nahrungsmitteln zu den Weltmärkten behindern.

Ukrainische Minister sagen, dass die russischen Inspektionsteams im Koordinationszentrum in Istanbul die Inspektion der Schiffe seit mehreren Monaten systematisch verzögern.

Die russischen Inspektoren behindern die Arbeit der Schiffe auf jede erdenkliche Art und Weise: Sie arbeiten nicht während der Arbeitszeit, sie suchen nach unvernünftigen Gründen, um die Inspektionen zu stoppen. Von den geplanten 10 Inspektionen pro Tag findet weniger als die Hälfte der Inspektionen statt.

Aus diesem Grund fehlen der Welt seit drei Monaten 10 Millionen Tonnen ukrainisches Getreide.

Im Bosporus stehen inzwischen mehr als 140 Schiffe Schlange, von denen die meisten seit mehr als einem Monat dort warten.