Ukrainer in der Tschechischen Republik arbeiten in den unqualifiziertesten Jobs: Medienuntersuchung

soziale Netzwerke

Ukrainische Flüchtlinge sind zu einem wichtigen Teil des tschechischen Arbeitsmarktes geworden, aber sie sind meist in schlecht bezahlten und schwierigen Jobs beschäftigt, die nicht ihrer Ausbildung entsprechen.

Sprachbarrieren, Bürokratie und soziale Isolation machen sie anfällig für die Ausbeutung von Arbeitskräften, und Vermittlungsprogramme verschärfen diese Abhängigkeit nur noch weiter. Dies berichtet die Online-Publikation iRozhlas.cz des Tschechischen Rundfunks. Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine ist die Tschechische Republik zu einem der wichtigsten Zielländer für ukrainische Flüchtlinge geworden.

Die Zahl der Ausländer in der Tschechischen Republik hat in kurzer Zeit ein Rekordhoch von fast einer Million erreicht, bei einer Bevölkerung von etwa 11 Millionen. Die meisten von ihnen sind Ukrainer mit vorübergehendem Schutz. Einerseits hat dies die tschechische Wirtschaft gestützt. Auf der anderen Seite wurden die Ukrainer dadurch zu einer der am meisten gefährdeten Gruppen auf dem Arbeitsmarkt.

Trotz der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften sind Ukrainer meist in ungelernten und schweren Berufen beschäftigt - auf dem Bau, in der Reinigung, in der Altenpflege, im LKW-Verkehr. Selbst Menschen mit höherer Bildung sind oft gezwungen, Positionen anzunehmen, die nicht ihrer beruflichen Ausbildung entsprechen. Die Gründe dafür sind Sprachbarrieren, komplizierte Verfahren zur Anerkennung von Diplomen, verwirrende Bürokratie und der Bedarf des tschechischen Marktes an billigen Arbeitskräften.

Die Tschechische Republik ist eines der wenigen EU-Länder, in denen die Beschäftigungsquote bei Ausländern höher ist als bei Einheimischen. Diese Statistik ist jedoch trügerisch: Die meisten Migranten arbeiten in den am schlechtesten bezahlten Sektoren und in den härtesten Jobs. Forschern der Karls-Universität zufolge ist die tschechische Wirtschaft tatsächlich auf die Arbeitskraft billiger und harter Arbeiter aus dem Ausland angewiesen.

Besonders besorgniserregend ist die Zunahme von Zwischenhändlern, die Ukrainern Arbeit, Unterkunft und Transport anbieten. In der Praxis führt dies oft zur Ausbeutung von Arbeitskräften. Die Menschen werden unter schlechten Bedingungen untergebracht, ihnen wird ein Teil ihres Lohns vorenthalten, und ihr Zugang zu medizinischer Versorgung und sozialer Unterstützung wird eingeschränkt. Menschenrechtsorganisationen wie die Diakonie Západ verzeichnen zahlreiche Fälle von Verstößen: Geldstrafen für "unpassende Schuhe", Drohungen, Zahlungsverzögerungen, unhygienische Lebensbedingungen.

Ein solches System behindert die Integration der Ukrainer in die tschechische Gesellschaft und beraubt sie ihrer Perspektiven. Trotz der Behauptungen der Behörden, sie zu unterstützen, bleiben ukrainische Flüchtlinge in der Realität oft eine billige und machtlose Arbeitskraft.

Wie Socialportal schreibt, gibt es derzeit mehr als 6 Millionen Ukrainer in europäischen Ländern. Die meisten haben es geschafft, einen legalen Status, eine Grundversorgung, Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Das Leben in einem fremden Land ist jedoch mit vielen Herausforderungen verbunden, und ein großer Teil der Menschen lebt immer noch "zwischen zwei Welten". Was kann der Staat tun, um seine Bürger zurückzuholen und wie helfen sie dem Land, die Teil der ukrainischen Diaspora im Ausland geworden sind. Lesen Sie die Antworten auf diese und andere Fragen in der exklusiven Mater auf Socialportal.

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