Ukraine eröffnet Zentrum für humanitäre Minenräumung
Die Ukraine ist derzeit eines der am stärksten mit Minen und Munition verseuchten Länder der Welt.
In der Ukraine soll ein Zentrum für humanitäre Minenräumung eingerichtet werden, sagte Premierminister Denys Shmyhal.
Ihm zufolge wird das Zentrum als Analysezentrum fungieren und Informationen über den Bedarf an Minenräumung in bestimmten de-besetzten Gebieten zusammenfassen.
Bei dem heutigen Treffen mit dem Innenministerium, dem Verteidigungsministerium, dem Wirtschaftsministerium und dem Ministerium für Notstandssituationen wurden Fragen der humanitären Minenräumung in der Ukraine und die Aufgaben der künftigen Institution erörtert. Das ukrainische Zentrum für humanitäre Minenräumung wird die Koordinierung zwischen allen Akteuren der Minenräumung verbessern und auch alle möglichen Ressourcen für die Durchführung der Minenräumung gewinnen, - sagte der Regierungschef.
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Entminung der befreiten Gebiete eine vorrangige Aufgabe ist, da es unmöglich ist, die besetzten Gebiete wiederherzustellen, ohne sie vollständig von russischen Minen zu befreien.
Internationalen Experten zufolge sind etwa 40% des Territoriums unseres Landes mit Minen verseucht. In der Ukraine gibt es Antipersonen- und Panzerabwehrminen, Minenfallen, Streumunition und nicht explodierte Kampfmittel.
Vom 24. Februar 2022 bis zum 10. Januar 2023 sind in der Ukraine mindestens 611 Menschen von Minen betroffen, und von 2014 bis 2020 wurden 1.190 solcher Vorfälle registriert.