Warum die Gegenoffensive der AFU im Jahr 2023 scheiterte: Die Medien nennen die Gründe
- Startseite
- Veranstaltungen
- Warum die Gegenoffensive der AFU im Jahr 2023 scheiterte: Die Medien nennen die Gründe


Die ukrainische Gegenoffensive im Jahr 2023 sollte eigentlich schon viel früher beginnen, aber ihr Start hat sich bis Juni verzögert.
Dies gab den russischen Streitkräften Zeit, ihre Verteidigung zu verstärken. Die Times berichtete, der Grund für die Verschiebung seien Verzögerungen bei der Lieferung westlicher Waffen und Unstimmigkeiten zwischen den Verbündeten über die Strategie und die Einschätzung der gegnerischen Kräfte.
Der Zeitung zufolge rechnete die ukrainische Seite damit, alle notwendigen Waffen bis Ende März zu erhalten. Die Lieferungen verliefen jedoch schleppend, und London drängte Kiew, nicht auf die Fertigstellung der Logistik zu warten und die Operation mit den vorhandenen Kräften zu beginnen. Britische Armeevertreter betonten, dass die Ukraine trotz der unvollständigen Ausrüstung über genügend Ressourcen verfüge, um Russland herauszufordern.
Im Frühsommer, als die Offensive begann, kam es erneut zu Unstimmigkeiten zwischen den Verbündeten. Die USA und Großbritannien bestanden darauf, die Angriffstruppe in eine Richtung zu konzentrieren - man ging davon aus, dass ein solches Vorgehen es ermöglichen würde, die Verteidigungsanlagen des Feindes schneller zu durchbrechen und seine Logistik zu lähmen. Das ukrainische Kommando, insbesondere General Oleksandr Syrskyy, bestand jedoch darauf, die Kräfte auf mehrere Richtungen zu verteilen, einschließlich der Richtungen Donbass und Zaporizhzhya.
Die amerikanische Seite reagierte kritisch - die Abweichung von der vereinbarten Strategie führte zu einer Verlangsamung des Tempos der Offensive, was Enttäuschung hervorrief. Nach Angaben der Times war Washington unzufrieden und warf Kiew vor, Zeit und Ressourcen ineffizient zu nutzen.
Gleichzeitig wies das ukrainische Militär darauf hin, dass die westlichen Verbündeten die Schwierigkeiten an der Frontlinie unterschätzt hätten: die Dichte der Minenfelder, die Aktivität russischer Drohnen, die Sappeure zerstören, und andere Faktoren, die den Vormarsch erheblich behinderten.
Die ersten Misserfolge der Operation wurden vom AFU-Oberbefehlshaber Valeriy Zaluzhny unter anderem auf die mangelnde Kampferfahrung der Soldaten und das Alter der mobilisierten Truppen zurückgeführt - die meisten von ihnen waren zwischen 30 und 40 Jahre alt, nicht 20 Jahre, wie in den Berechnungen angenommen.
Nach Angaben der Zeitung erreichten die Spannungen zwischen Kiew und Washington in dieser Zeit einen Höhepunkt. Damals übernahm Großbritannien die Rolle eines Vermittlers, um die Differenzen zu mildern und den Dialog wieder in eine konstruktive Richtung zu lenken.
Journalistin und Volontärin mit viel Erfahrung.












